Bodelschwingh-Realschule wird ein Jahr länger genutzt
An Lehrern soll es nicht fehlen

Lengerich -

Der Ratsbeschluss aus April 2019 wird gekippt. Die Bodelschwingh-Realschule wird auch im Schuljahr 2020/2021 für Unterrichtszwecke genutzt. Ursprünglich sollten die letzten Jahrgänge der auslaufenden Schule in der Bonhoeffer-Realschule unterrichtet werden. Das Coronavirus hat einen Strich durch diese Planungen gemacht.

Mittwoch, 27.05.2020, 19:20 Uhr aktualisiert: 28.05.2020, 16:10 Uhr
Erst mit Ende des Schuljahres 2020/2021 wird die Bodelschwingh-Realschule nicht mehr genutzt.
Erst mit Ende des Schuljahres 2020/2021 wird die Bodelschwingh-Realschule nicht mehr genutzt. Foto: Michael Baar

Das Gebäude der Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule wird ein Jahr länger als geplant für den Schulunterricht genutzt ( WN berichteten). Der Schulausschuss hat einer entsprechenden Vorlage der Verwaltung am Dienstagabend sein einstimmiges Placet gegeben.

Gründe für die Aufhebung eines Ratsbeschlusses aus dem vergangenen Jahr, der die Zusammenlegung der Klassen der beiden Realschulen in der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule ab diesem Sommer vorgegeben hat, ist die Corona-Pandemie. Nach den Sommerferien sei nicht von einem normalen Unterrichtsgeschehen auszugehen.

Um die weiterhin geltenden Hygiene- und Abstandsregeln einhalten zu können, „fehlt es bei uns schlicht und einfach an Platz“, berichtet Harald Paschen im Ausschuss. In die Bonhoeffer-Realschule werden nach den Sommerferien die achten Klassen der Gesamtschule einziehen, was der kommissarische Leiter der Realschule begrüßt.

Warum der Platz fehlt, erläutert er mit Hinweis auf die Aufteilung der Realschulklassen auf jeweils zwei Lerngruppen mit 15 Schülern. „Wenn die Bodelschwingh-Schüler noch kommen, fehlt es an Räumen.“ Zumal, so fügt er hinzu, die Fachräume (zum Beispiel Chemie) derzeit nicht genutzt werden dürfen.

Die größte Sorge der Kommunalpolitiker, den auslaufend gestellten Realschulen könnten Lehrer fehlen, zerstreuen er und Fachdienstleiter Jörg Hesselmann unisono. „Die Schulaufsicht hat zugesichert, dass ausreichend Lehrer für einen ordnungsgemäßen Unterricht da sein werden.“

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