Talbrücken der Autobahn 1
Baustelle bleibt bis in den September

Lengerich -

Freie Fahrt über die neuen Talbrücken zu Beginn der Sommerferien – aus dieser Planung wird nichts. Die Arbeiten, die vor fünf Jahren aufgenommen wurden, ziehen sich bis in den September hinein. Grund sind, so Projektleiter Bernd Heine, Corona-bedingte Ausfälle bei den bauausführenden Firmen.

Freitag, 05.06.2020, 18:57 Uhr aktualisiert: 07.06.2020, 17:42 Uhr
Vor fünf Jahren, kurz vor Beginn der Bauarbeiten für die neuen Talbrücken, entstand dieses Bild von der Hermannsweg-Brücke über die Autobahn 1
Vor fünf Jahren, kurz vor Beginn der Bauarbeiten für die neuen Talbrücken, entstand dieses Bild von der Hermannsweg-Brücke über die Autobahn 1 Foto: Michael Baar

Aus der Traum: Die Talbrücken-Baustellen auf der Autobahn 1 zwischen Anschlussstelle Lengerich und Lotter Kreuz werden erst im September abgeschlossen. Eigentlich hatte Bernd Heine die berechtigte Hoffnung, das Großprojekt bis zum Beginn der Sommerferien in Nordrhein-Westfalen abzuschließen. Der Projektleiter hatte das im Februar im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten geäußert.

Doch dann kam die Corona-Pandemie und damit das Aus für viele Urlaubspläne – und eine weitere Verzögerung beim Autobahnbrücken-Projekt. „Das Coronavirus hat bei den bauausführenden Firmen zugeschlagen“, nennt er im Telefongespräch mit den WN den Grund. Dementsprechend hätten die Arbeiten nicht in dem Umfang, wie geplant, durchgeführt werden können.

Was noch fehlt zum Abschluss des 80-Millionen-Euro-Projekts ist der Vollausbau eines Abschnitts unterhalb der Fußgängerbrücke des Hermannsweges. In diesem Bereich ist in den vergangenen Jahren der Verkehr von der West- auf die Ostseite beziehungsweise umgekehrt geführt worden. „Der Verkehr in Richtung Dortmund wird noch einmal auf die östliche Seite der Trasse übergeleitet“, erläutert Bernd Heine. Das sei erforderlich, weil auf der Westseite nicht genügend Platz zur Verfügung stehe, um die Fahrzeuge dort passieren zu lassen.

Nach Abschluss dieser Arbeiten wird der Verkehr wieder über die jeweiligen Fahrspuren in Richtung Norden beziehungsweise Süden laufen. Autofahrer in Richtung Bremen müssen allerdings noch eine kleine Einschränkung in Kauf nehmen. „Wenn die ehemalige Überleitungsstelle zurückgebaut ist, muss in Richtung Bremen auf der Außenseite der letzte Rest der Arbeiten erledigt werden“, berichtet der Mitarbeiter des Landesbetriebs Straßen.NRW. Damit das komplikationslos laufen kann, wird der Verkehr in Richtung Bremen durch eine Baustelle an der Innenseite der Fahrbahn an der Arbeitsstelle vorbeigeleitet.

Klappt alles wie geplant, dürfte spätestens Ende September wieder freie Fahrt auf diesem Teilstück der A1 möglich sein. Zwei Jahre und viele unvorhersehbare Hindernisse später als im Frühjahr 2015 kalkuliert worden war.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7438337?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker