Angelika Elsermann ist neue Leiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums
Wunschkandidatin ist endlich da

Lengerich -

Ende Januar ist Angelika Heitmann in den Ruhestand verabschiedet worden. Seit Dienstag hat das Hannah-Arendt-Gymnasium eine neue Leiterin. Angelika Elsermann ist als Oberstudiendirektorin in das Amt eingeführt worden.

Mittwoch, 17.06.2020, 05:55 Uhr aktualisiert: 17.06.2020, 17:02 Uhr
Ein herzliches Willkommen bereiteten Angelika Elsermann (mit Blumen) als neuer Leiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums ihr Stellvertreter Ulrich Gerling-Goedert, Gina Reichelt (Schülervertretung), Nicole Brackmeyer-Seyffarth (Elternvertreterin), Katja Rehorst (SV), Tom Althaus (SV), Ursula Klee (Bezirksregierung) und Bürgermeister Wilhelm Möhrke (von rechts).
Ein herzliches Willkommen bereiteten Angelika Elsermann (mit Blumen) als neuer Leiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums ihr Stellvertreter Ulrich Gerling-Goedert, Gina Reichelt (Schülervertretung), Nicole Brackmeyer-Seyffarth (Elternvertreterin), Katja Rehorst (SV), Tom Althaus (SV), Ursula Klee (Bezirksregierung) und Bürgermeister Wilhelm Möhrke (von rechts). Foto: Michael Baar

Blumen und die Ernennungsurkunde. Daran ändert auch die Corona-Pandemie nichts, wenn eine neue Schulleiterin offiziell in ihr Amt eingeführt wird. So ist es auch am Dienstagmorgen im Hannah-Arendt-Gymnasium ( HAG ). Den bunten Strauß überreicht Ulrich Gerling-Goedert im Namen des Kollegiums an Angelika Elsermann . „Nach langer, langer Zeit ist die neue Schulleiterin da“, sagt der stellvertretende und bis gestern kommissarische Chef des Gymnasiums. Um dann schnell hinzuzufügen, „nach meinem Gefühl, wegen der langen Corona-Unterbrechung“.

Ich bitte auch um etwas Geduld, obwohl ich von Natur aus eher ungeduldig bin.

Angelika Elsermann

Ursula Klee hätte gerne mehr als nur die Ernennungsurkunde überreicht. Die Dezernentin Gymnasien bei der Bezirksregierung kennt Angelika Elsermann schon lange. „Leider gibt‘s keinen Händedruck, keine Umarmung“, bedauert sie. Neben der Ernennungsurkunde zur Schulleiterin erhält die Oberstudiendirektorin eine zweite Urkunde: die für die Probezeit. Eine Formalie, die – schaut man in die Gesichter über den Masken – als Petitesse gesehen wird.

Dazu trägt sich der Umstand bei, dass die Entscheidung für die 56-Jährige, die zuvor stellvertretende Schulleiterin am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium in Münster war, einstimmig gefallen ist. Das unterstreichen sowohl Ursula Klee wie auch Ulrich Gerling-Goedert. „Die Entscheidung zog sich hin, obwohl sich alle einig waren“, spricht er von Unruhe, die auf allen Seiten groß gewesen sei. Was er nicht hören kann: Angelika Elsermann sagt leise vor sich hin „für mich nicht“.

Ernennungsurkunde und Blumenstrauß

Der offizielle Akt findet im Lehrerzimmer statt. Für die Dezernentin eine gute Gelegenheit, die in den vergangenen Wochen geleistete Arbeit in den Schulen zu würdigen. „Das wissen eventuell nicht alle Politiker“, kann sie sich eine kleine Spitze nicht verkneifen.

Der gleiche Vorname wie ihre Vorgängerin Angelika Heitmann , ein auf -mann endender Nachnahme – Bürgermeister Wilhelm Möhrke stellt schmunzelnd fest, „das passt“. Das HAG bezeichnet er als Aushängeschild und Imagefaktor für Lengerich. Nach einem Lob ans Kollegium „für die guten Leistungen in der Übergangszeit“ richtet er den Blick nach vorn. „Jetzt muss geschaut werden, wie es nach den Sommerferien weitergeht.“ Dass die Nutzung der Bodelschwingh-Realschule um ein Jahr verlängert worden ist, steht für ihn nicht zur Disposition. „Wir können Schüler nicht ohne Not zusammenpferchen“, betont er.

Ich habe viele gute Gründe für meine Bewerbung am HAG gefunden.

Angelika Elsermann

Sie habe sich ihre Bewerbung „sehr genau überlegt und viele gute Gründe dafür gefunden“, sagt Angelika Elsermann. Um die „sehr gute Arbeit“, die am HAG geleistet werde, fortsetzen zu können, lädt sie die Schulgemeinde ein, sie kennenzulernen. Verbunden mit der Bitte, „helfen Sie mir, Fuß zu fassen.“

Zugewandt und beharrlich

Seit September 2013 hat Angelika Elsermann als stellvertretende Schulleiterin am Johann-Conrad-Schlaun-Gymnasium gearbeitet, seit Ende Januar als kommissarische Leiterin. Mit ihrer ruhigen, zugewandten, beharrlichen und durchdachten Art habe sie sich den Respekt der gesamten Schulgemeinde erworben, heißt es aus Münster.

...

Wie wohl alle wünscht sich die Oberstudiendirektorin, das Gymnasium wieder in „ruhigere, normale Fahrwasser“ zu steuern. Dazu gehört nach ihrer Auffassung auch, dass auf Gymnasien im nächsten Jahrzehnt viele Herausforderungen zukommen werden. „Schule muss sich ständig weiterentwickeln“, stellt sie dazu fest.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7452941?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker