Jugendliche reißen Koppelzaun nieder
Verjagte Pferde im Vorgarten gefunden

Lengerich -

Warum die vier Kinder oder Jugendlichen den Zaun auf acht Metern Länge niedergerissen und die Pferde aus der Koppel gejagt haben, ist für Christian Bekker nicht nachvollziehbar. Er ist glücklich, dass die Tiere nicht auf die viel befahrene Bergstraße gelaufen sind, sondern in einem Vorgarten gefunden wurden.

Dienstag, 23.06.2020, 11:20 Uhr aktualisiert: 23.06.2020, 11:29 Uhr
Auf acht Metern Länge haben die Kinder oder Jugendlichen den Zaun der Pferdekoppel niedergerissen.
Auf acht Metern Länge haben die Kinder oder Jugendlichen den Zaun der Pferdekoppel niedergerissen. Foto: Bekker

Vier mit schwarzen Kapuzenpullovern bekleidete Kinder oder Jugendliche reißen einen Zaun auf einer Länge von acht Metern nieder, treiben die dahinter auf der Weide befindlichen vier Pferde aus der Koppel und machen sich aus dem Staub. Eine Räuberpistole? Nein, so geschehen am Sonntag zwischen 14 und 15 Uhr an der Bergstraße.

„Zum Glück sind die Tiere nicht auf die Bergstraße gelaufen.“ Das ist das einzig Gute, dass Christian Bekker der ganzen Sache abgewinnen kann. Eine Kollision eines Autos mit den bis über 400 Kilogramm wiegenden Huftieren – „es hätte Tote geben können“, sagt der Besitzer im Telefongespräch mit den Westfälischen Nachrichten.

Die vier Täter wurden beobachtet, die Pferde kurze Zeit später in einem Vorgarten in der Nachbarschaft unterhalb der Koppel aufgefunden, berichtet der Lengericher. Zwei Pferde wiesen leichte Verletzungen auf. „Die sind wohl, als sie von der Weide getrieben wurden, im Weidezaun-Draht hängen geblieben“, vermutet Christian Bekker. Zum Glück hätten die Risswunden nicht genäht werden müssen.

Zwei der vier Pferde seien bereits über 30 Jahre alt, berichtet er weiter. Als er mit seiner Frau die Koppel erreicht, stehen die Tiere dort schon wieder. „Couragierte Anwohner haben die Pferde eingefangen und die Polizei informiert“, erzählt er. Die Beamten hätten die Pferde kurzerhand mit einer Leine wieder zurück auf die Weide geführt.

Bereits einige Tage vorher sei der Zaun beschädigt worden. „Den haben wir dann repariert.“ Aber wie er nach diesem Vorfall die Tiere schützen soll, ist ihm ein Rätsel. Einen massiven Zaun aufsetzen, will er nicht. „Das wäre ja auch nicht schön für die vielen Spaziergänger, die dort vorbeikommen.“

Von den Kindern oder Jugendlichen, die den Schaden angerichtet haben, wünscht er sich „Mut, der über blanke Zerstörung hinausgeht“. Eine Entschuldigung wäre eigentlich das Mindeste. Wenn sie beim Wiederaufbau helfen würden, „wäre das noch besser“. Doch ob sich jemand beim ihm ( 01 71/ 78 19 452) meldet und für den Vorfall geradesteht – „eigentlich glaube ich nicht daran“, sagt Christian Bekker.

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