ThiK lädt zu „Ein Engel auf einer Bank am Fluss“ ein
Ensemble spielt auf dem Pausenhof

Lengerich -

Das Hoffen und Warten für das Ensemble des Theaters in der Klinik soll am 25. Juli ein Ende haben. Dann will die ThiK-Truppe auf dem Pausenhof des Hannah-Arendt-Gymnasiums die Komödie „Ein Engel auf einer Bank am Fluss“ aufführen.

Donnerstag, 25.06.2020, 06:02 Uhr aktualisiert: 25.06.2020, 16:46 Uhr
Karlheinz Arndt (links) und Thomas Bongard führen Regie, die neue Leiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums, Angelika Elsermann, freut sich auf die Premiere.
Karlheinz Arndt (links) und Thomas Bongard führen Regie, die neue Leiterin des Hannah-Arendt-Gymnasiums, Angelika Elsermann, freut sich auf die Premiere. Foto: Arnd Tillmann

Am 29. Februar fand die letzte Vorstellung des „Theaters in der Klinik“ (ThiK) statt. Danach war Schluss mit Spaß, Spannung und Unterhaltung – Corona-bedingt. Die Lust auf Theater bei den Akteuren von ThiK, der gemeinsamen Initiative von LWL-Klinik und Hannah-Arendt-Gymnasium ( HAG ), jedoch war ungebrochen. „Wir haben Wochen und Monate auf eine Möglichkeit zum Weiterspielen gewartet und gehofft“, berichtet Karlheinz Arndt , der Gründer und Leiter der Theatergruppe.

Vor vier Wochen hatte das Backstage-Team der Truppe eine Idee, wie unter den gegenwärtigen Einschränkungen Theater vor Publikum realisiert werden könnte – allerdings nicht in den bisherigen Spielstätten, im Festsaal der LWL-Klinik oder auf der Studiobühne des HAG. Versammlungen von unter 100 Personen im Freien und unter Einhaltung der Abstandsregelungen sind aber inzwischen wieder erlaubt. Warum also nicht Open-Air-Theater im Pausenhof des Gymnasiums?

Wir haben Wochen und Monate auf eine Möglichkeit zum Weiterspielen gewartet und gehofft.

Regisseur Karlheinz Arndt

Die Idee fand laut Bericht begeisterte Zustimmung bei allen Beteiligten. Johannes Lotz und Max Wittig nahmen Kontakt zur Stadt auf und erstaunlich schnell hatte man sich auf ein Konzept geeinigt. Am Samstag, 25. Juli, wird jetzt die Premiere eines Theaterstückes auf dem südlichen Pausenhof des HAG stattfinden – unter Bäumen auf einer vierundzwanzig Quadratmeter großen Bühne, mit Beleuchtung und einer Übertragungsanlage, damit die Stimmen der Akteure sich nicht in der Weite des Pausenhofs verlieren.

„Wir haben ein Stück ausgesucht, das sich gut im Freien realisieren lässt, weil es kein Bühnenbild und keine aufwendigen Requisiten braucht“, berichten die sechs Akteure, die in die zwei Dutzend Rollen des Stückes schlüpfen werden. „Jeder einzelne wird drei bis sechs verschiedene Figuren darstellen dürfen. Eine Herausforderung, die uns und dem Publikum großen Spaß machen wird“, heißt es in der Mitteilung des ThiK.

„Ein Engel auf einer Bank am Fluss“ heißt eine verrückte und turbulente Komödie von Frank Pinkus, die eine absurde Grundidee in vielen verschiedenen Facetten durchspielt und die zu immer neuen Überraschungen führt.

Jeder Akteur spielt drei bis sechs verschiedene Rollen

Ausgangspunkt ist die unwahrscheinliche Tatsache, dass ein Engel aus Überdruss vom Himmel auf die Erde zurückkehrt. Er erwacht auf einer Bank am Fluss und dort begegnet er unterschiedlichen Menschen, versucht, sie zu verstehen, sie von ihren Ängsten und Nöten zu befreien. Das gelingt oft nur unvollkommen, bringt aber eine Fülle von komischen Verwicklungen auf die Bühne. „Für einen lauen Sommerabend genau das richtige Stück“, meint auch Thomas Bongard, Lehrer am HAG, der zusammen mit Karlheinz Arndt die Regie übernommen hat.

Karten für die Premiere und mögliche weitere Vorstellungen gibt es ab Anfang Juli. Ort und mögliche Auflagen wird das Thik noch bekanntgeben.

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