Auszeichnung für Projekt „Grün statt Grau“
Firmenflächen naturnah gestalten

Lengerich -

Die Stadt Lengerich ist einer von mehreren Praxispartner des Projekts „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“. Der Fokus in der Stadt liegt auf Gewerbegebieten. Das Projekt hat jetzt die Auszeichnung Nachhaltigkeit 2020 erhalten.

Mittwoch, 22.07.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 23.07.2020, 16:24 Uhr
Als Praxispartner ist die Stadt Lengerich in das Projekt „Grün statt Grau“ eingebunden und legt den Schwerpunkt auf die naturnahe Gestaltung von Gewerbeflächen.
Als Praxispartner ist die Stadt Lengerich in das Projekt „Grün statt Grau“ eingebunden und legt den Schwerpunkt auf die naturnahe Gestaltung von Gewerbeflächen. Foto: Stadt Lengerich

Für ihr Engagement bei der Gestaltung nachhaltiger Gewerbegebiete verleiht der Rat für Nachhaltige Entwicklung den Projektpartnern von „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ die Auszeichnung Projekt Nachhaltigkeit 2020. Das BMBF-geförderte Projekt mit 14 Partnern aus Kommunen (darunter Lengerich), Universitäten und Zivilgesellschaft unter Leitung des Wissenschaftsladen (WILA) Bonn überzeugte die Fachjury in der Kategorie „kreative Kooperationen“. In Lengerich konzentrieren sich die Partner laut Pressemitteilung auf die naturnahe Gestaltung von Firmengeländen ( WN berichteten).

Klimawandel, Flächenkonkurrenz, Verlust biologischer Vielfalt: Kommunen sehen sich aktuell vielen Prozessen ausgesetzt, die eine immer stärkere Dynamik entfalten. Städte, Gemeinden und Landkreise sind gefordert, zukunftsgerechte Lösungen zu finden, die verschiedene Interessen und Herangehensweisen integrieren.

Die Stadtverwaltung hat sich gemeinsam mit dem WILA Bonn, neun weiteren Kommunen und Partnern aus Wissenschaft, Beratung und Bildung auf den Weg gemacht, genau das in ihren Gewerbegebieten zu tun – im Rahmen des BMBF-geförderten Projektes „Grün statt Grau“. Es werden Wege erprobt, wie Kommunalverwaltung, Unternehmen, aber auch Vereine, Schulen und alle anderen Gruppen, die in Gewerbegebieten aktiv sind, diese Räume gemeinsam nachhaltig weiterentwickeln können – für mehr Aufenthaltsqualität, mehr Natur im Gebiet und für eine bessere Anpassung an die Folgen des Klimawandels wie Hitze und Starkregen, schreibt die Stadt.

Dafür packen Lengerich und die Partner gemeinsam an: Sie haben Blühstreifen angelegt, Nisthilfen aufgehängt, Unternehmen hinsichtlich Nachhaltigkeit und Energieeffizienz beraten und zur naturnahen Gestaltung ihres Firmengeländes angeregt und unterstützt. Projektleiterin Dr. Anke Valentin vom WILA Bonn: „Uns geht es darum, Kommunen zu motivieren, die Begrünungspotenziale im urbanen Raum auszuschöpfen, aber eben auch die Strukturen dafür zu schaffen, dass der Umgestaltungsprozess nach Projektende weitergeht.“

Auf der Projekt-Webseite (www.gewerbegebiete-im-wandel.de) gibt es eine Rubrik mit Tipps für Unternehmen und Kommunen, wie sie die Begrünung gemeinsam angehen und Mitstreiter finden und binden können. Das soll auch projektexternen Kommunen und Unternehmen die Möglichkeit geben, von den Erfahrungen zu profitieren und die Ergebnisse langfristig sichtbar machen.

Verbundpartner

„Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ ist ein Verbundprojekt vom Verein Wissenschaftsladen (WILA) Bonn (Projektleitung), Universität Osnabrück, TU Darmstadt, Global Nature Fund sowie den Kommunen Bocholt, Iserlohn, Remscheid und Vreden. Des Weiteren beteiligt sind die Praxispartner Gronau, Lengerich, der Oberbergische Kreis mit Waldbröl, Wallenhorst, Marl und Frankfurt am Main.

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Dieses Vorgehen funktioniert, findet der Rat für Nachhaltige Entwicklung. Deshalb hat er „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ jetzt als Projekt Nachhaltigkeit 2020 ausgezeichnet. 372 Initiativen und Projekte haben sich in diesem Jahr in vier Kategorien auf das Qualitätssiegel für Nachhaltigkeit beworben. Mehr als die Hälfte der Bewerbungen fiel auf die Kategorie „kreative Kooperationen“, in der jetzt „Grün statt Grau – Gewerbegebiete im Wandel“ ausgezeichnet wird. 40 Initiativen und Projekte freuen sich über eine Auszeichnung. Die Gewinnerprojekte erhalten neben einer Förderung den Zugang zum bundesweiten RENN-Netzwerk und somit die Chance, sich mit anderen Projekten weiter auszutauschen und ihre Projekte sichtbarer zu machen.

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