Verpackungsspezialist Bischof + Klein zieht Halbjahresbilanz
Boom beflügelt das Geschäft

Lengerich -

Die hohe Nachfrage nach Verpackungen, gerade in den ersten Monaten der Corona-Pandemie, hat dem Lengericher Folien- und Verpackungsspezialisten Bischof + Klein eine hohe Auslastung beschert.

Montag, 27.07.2020, 13:18 Uhr aktualisiert: 27.07.2020, 14:40 Uhr
Impression aus dem Bereich Tiefdruck bei Bischof + Klein
Impression aus dem Bereich Tiefdruck bei Bischof + Klein Foto: Bischof + Klein

Eine positive Bilanz für das erste Halbjahr meldet der Lengericher Folien- und Verpackungsspezialist Bischof + Klein ( B + K ). Es wurden eine stabil hohe Beschäftigung, eine gesteigerte Produktion und ein Umsatz nahezu auf Vorjahresniveau – trotz schwieriger Bedingungen und Corona-Pandemie – verbucht. Dennoch machen die allgemeinen konjunkturellen Aussichten und strukturellen Probleme der Branche weitere Anstrengungen notwendig, erklärt das Unternehmen in einer Pressemitteilung.

„Die ersten Monate 2020 waren Herausforderung pur. Wie unsere Kolleginnen und Kollegen das gemeistert haben, ist absolut bemerkenswert“, sagt Dr. Tobias Lührig , B + K-Vorstandsvorsitzender. Die insgesamt rund 2700 Mitarbeitenden an den deutschen Standorten in Lengerich und Konzell sowie bei den Tochterunternehmen in Frankreich, Großbritannien und Polen hätten Großartiges geleistet, lobt Tobias Lührig.

Während der Corona-Krise wurde die Verpackungsindustrie als systemrelevant eingestuft. B + K stellte unter strengen Hygienebedingungen und zum Teil in Sonderschichten die Versorgung der Bevölkerung sicher. Das Familienunternehmen habe nicht nur große Teile der deutschen Bevölkerung mit Verpackungen für das heiß begehrte Toilettenpapier und Schutzfolien für Plexiglas versorgt, sondern auch aus dem Reinraum in Lengerich wichtige Verpackungen zur Herstellung von medizinischen Produkten bereitgestellt.

Der Auftragseingang stieg vorübergehend deutlich an. „Für die Mannschaft war das ein echter Motivationsschub“, freut sich der CEO. Trotz Sicherheitsabständen, neuen Regeln für den Schichtbetrieb, zusätzlichem Dokumentationsaufwand oder Homeoffice wurde ohne Verzug produziert. „Unsere Kunden konnten sich in dieser schwierigen Zeit auf uns verlassen.“

Gleichzeitig hat B + K nach eigenen Angaben kontinuierlich weiter an wichtigen Zukunftsprojekten gearbeitet. Dazu gehörten die komplette Neuorganisation des Vertriebs, die Fortsetzung der Digitalisierung und der eines Innovations- und Entwicklungszentrums..

„Unser klares Ziel ist es, international zu den Besten in unserer Branche zu gehören“, sagt Tobias Lührig. Dieser Anspruch sei zugleich eine Überlebensfrage: „Der Verpackungsmarkt ist hart umkämpft. Wir wollen die Standorte Lengerich und Konzell erhalten, am liebsten sogar ausbauen. Doch dies wird nur gelingen, wenn wir dafür unsere Wettbewerbsfähigkeit deutlich stärken.

Nach der Sonderkonjunktur durch Corona ist nun ein Rückgang beim Auftragseingang zu verzeichnen. „Wir fahren auf Sicht, Kurzarbeit im Herbst kann nicht ausgeschlossen werden. In vielen Regionen, in die wir liefern, sind die Wirtschaftsindikatoren schlechter als in den Weltwirtschaftskrisen von 1929 oder 2009“, erläutert Tobias Lührig. Trotzdem blickt er optimistisch in die Zukunft. Die Weichen seien gestellt. „Entscheidend ist nun, dass alle an einem Strang ziehen.“

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