Ladberger haben die größte Bewegungsfreiheit
Es fehlt an kleinen Wohnungen

Tecklenburger Land -

Ob in Ladbergen, Lengerich, Lienen oder Tecklenburg: Einzimmer-Appartements sind ein knappes Gut in den vier Orten. In Lengerich gab es Ende vergangenen Jahres sogar 25 dieser kleinen Wohnungen weniger als vor zehn Jahren.

Montag, 27.07.2020, 16:14 Uhr aktualisiert: 28.07.2020, 16:42 Uhr
Wohnungsbestand Lengerich
Wohnungsbestand Lengerich Foto: Jürgen Christ

Am meisten Bewegungsfreiheit in den eigenen vier Wänden haben die Ladberger. Rechnerisch stehen jedem Einwohner 51,5 Quadratmeter (m²) Wohnfläche zur Verfügung. Das hat das Statistische Landesamt IT.NRW ausgerechnet. Kaum weniger beschränken müssen sich die Tecklenburger (50,6 m²) und Lienener (50,2 m²). Mit fast zehn Prozent weniger (46,2 m²) müssen die Menschen in Lengerich auskommen.

In allen vier Kommunen ist der Wohnungsbestand zwischen Silvester 2010 und dem 31. Dezember 2019 gewachsen. in Ladbergen (plus 9,5 Prozent) und Lienen (plus 8,7 Prozent) deutlich stärker als in Lengerich (plus 3,8 Prozent) und Tecklenburg (plus 3,1 Prozent).

Auffällig ebenfalls: In allen vier Kommunen dominieren Wohnungen mit fünf oder mehr Räumen. In Ladbergen sind es knapp zwei Drittel aller Wohnungen (64,8 Prozent), in Lengerich gut die Hälfte (53,2 Prozent), in Lienen sind es sechs von zehn Wohnungen (60,6 Prozent) und in Tecklenburg etwas mehr (62,3 Prozent).

Mangelware in allen vier Kommunen sind Einzimmer-Appartements. In Tecklenburg sind es gerade mal 0,8 Prozent des Wohnungsbestands, in Ladbergen sogar nur 0,3 Prozent. In Lienen wird mit knapp einem Prozent der Höchstwert erreicht. während der Anteil in Lengerich (knapp 0,4 Prozent) ähnlich niedrig ist wie in Ladbergen. In allen Kommunen ist auf diese Werte in den zurückliegenden zehn Jahren reagiert worden.

In Tecklenburg übertrifft die Steigerungsrate von 10,3 Prozent den Zuwachs in allen anderen Größenklassen (zwei, drei, vier, fünf und mehr Räume). In absoluten Zahlen ist es allerdings nur ein Mehr von drei Einzimmer-Wohnungen.

Noch drastischer ist die Entwicklung in Lengerich. Vor zehn Jahren gab es in der Stadt 63 Einzimmer-Appartements. Ein Jahr später waren es nur noch 13. Inzwischen hat sich deren Zahl auf 38 erhöht, was aber gegenüber 2010 immer noch ein Minus von 39,7 Prozent bedeutet.

Mit einem Zuwachs um 20,5 Prozent lag der Schwerpunkt in Ladbergen in den vergangenen zehn Jahren bei der Schaffung von Zwei-Zimmer-Wohnungen, gefolgt von den Drei-Zimmer-Wohnungen (plus 12,0 Prozent).

Auch in Lengerich sind seit 2010 mit einem Plus von 10,6 Prozent die Zwei-Zimmer-Appartements die beliebteste Bauform gewesen. In noch stärkerem Ausmaß trifft das auf Lienen zu, wo diese Wohnform mit einem Zuwachs um 43,4 Prozent alle anderen Bereiche (Zwei- und Mehr-Zimmer-Wohnungen) deutlich hinter sich gelassen hat.

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