Blutspendetermine in Lengerich und Hohne
Reserven werden langsam knapp

Lengerich -

Blutkonserven werden knapp, der Bedarf ist nur schwer zu decken, teilt das Deutsche Rote Kreuz mit. Der Blutspendedienst und der DRK-Ortsverein laden am 4. und 12. August zu zwei Spendeterminen in der Bonhoeffer-Realschule beziehungsweise der Grundschule Hohne ein.

Mittwoch, 29.07.2020, 19:25 Uhr aktualisiert: 29.07.2020, 19:30 Uhr
Bei einer Blutspende wird durch eine Kanüle in der Armbeuge der Lebenssaft „abgezapft“.
Bei einer Blutspende wird durch eine Kanüle in der Armbeuge der Lebenssaft „abgezapft“. Foto: Blutspendedienst

Der Blutspendedienst des Deutschen Roten Kreuz steht in diesem Sommer vor seiner größten Herausforderung. Die Corona-Pandemie und die Ferienzeit verschärfen die Situation. Einerseits benötigen die Krankenhäuser Blut in Therapie und Notfallversorgung zur Behandlung der Patienten – andererseits kann der DRK-Blutspendedienst den Bedarf kaum decken, schreibt die DAK .

Am Dienstag, 4. August, ruft das Deutsche Rote Kreuz in Lengerich von 16 bis 20 Uhr zur Blutspende in der Dietrich-Bonhoeffer-Realschule, Bahnhofstraße 112, auf. Um den derzeit empfohlenen Mindestabstand von 1,5 bis zwei Metern zwischen zwei Personen zu gewährleisten, hat der Blutspendedienst diesen Termin in die Bonhoeffer-Realschule verlegt, die langfristig als neues Blutspende-Lokal genutzt werden soll. In der Grundschule Hohne findet am Mittwoch, 12. August, von 16.30 bis 20 Uhr ein Blutspendetermin statt.

Wer gesund und fit ist, kann Blut spenden. Auch in Zeiten des Coronavirus benötigen Krankenhäuser dringend Blutspenden, damit die Patienten sicher mit Blutpräparaten in Therapie und Notfallversorgung behandelt werden können. Darauf weist das Deutsche Rote Kreuz hin.

Die Blutspendedienste beobachten die Corona-Lage aufmerksam und stehen in engem Austausch mit den verantwortlichen Behörden. Die aktuell geltenden Zulassungsbestimmungen für die Blutspende gewährleisten einen unverändert hohen Schutz für Blutspender und Empfänger. Schon immer galt: Menschen mit grippalen Infekten oder Erkältungs-Symptomen sollen sich nicht auf den Weg zu einer Blutspendeaktion machen, da sie dort nicht zugelassen werden. Begleitpersonen und Kinder von Spendern dürfen aus Infektionsschutzgründen das Blutspendelokal derzeit nicht betreten. Spender werden gebeten, möglichst einen eigenen Kugelschreiber zu benutzen.

Blutspender werden nicht auf Corona getestet – für die Übertragbarkeit des Coronavirus durch Blut und Blutprodukte gibt nach Angaben des DRK keine Hinweise. Bluttransfusionen sind sicher und unverzichtbar (altuelle Infos unter https://www.blutspendedienst-west.de/corona).

Blutspender müssen mindestens 18 Jahre alt sein und sich gesund fühlen. Zum Termin ist der Personalausweis mitzubringen. Vor der Spende werden Körpertemperatur, Puls, Blutdruck und Blutfarbstoffwert überprüft. Im Labor des Blutspendedienstes folgen Untersuchungen auf Infektionskrankheiten. Jeder Spender erhält einen Blutspendeausweis mit seiner Blutgruppe.

Da der Imbiss nach der Blutspende wegen Covid-19 nicht stattfindet, wird ein Lunch-Paket ausgegeben.

Die Krankenkasse DAK und das Rote Kreuz haben eine Informationskampagne gestartet mit dem Ziel, mehr Menschen zur Blutspende zu motivieren. Zahlreiche geplante Blutspendetermine mussten Corona-bedingt abgesagt werden. Spende-Aktionen in Firmen, Schule oder Universitäten gibt es laut Pressebericht nicht mehr.

Bereits jetzt fehlen dem DRK-Blutspendedienst in diesem Jahr in den Regierungsbezirken Detmold und Münster über 250 ursprünglich geplante Termine. Das entspricht fast 10 000 Blutkonserven. Diese Termine konnten nur zu einem geringen Teil durch kurzfristig neu gewonnene Termine ersetzt werden.

 

Eine Übersicht der Blutspendetermine in Wohnortnähe und weitere Infos im Internet (www.blutspende.jetzt).

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