Nach 2019 gibt es in diesem Sommer erneut Brandstiftungen in Lengerich
Polizei ermittelt „mit Hochdruck“

Lengerich -

Eine Serie von Brandstiftungen in Lengerich bereitet Polizei und Feuerwehr Sorgen. Und die Vorfälle, die sich zwischen dem 31. Juli und dem vergangenen Dienstag abgespielt haben, erinnern stark an Ereignisse aus dem Sommer 2019.

Mittwoch, 12.08.2020, 18:26 Uhr aktualisiert: 13.08.2020, 16:39 Uhr
2019 beschränkten sich die Brandstiftungen, so weit bekannt, auf den Stutenkamp. Dorthin musste die Feuerwehr auch in diesem Sommer bereits zwei Mal ausrücken, Aber Feuer gelegt wurde auch an anderen Stellen.
2019 beschränkten sich die Brandstiftungen, so weit bekannt, auf den Stutenkamp. Dorthin musste die Feuerwehr auch in diesem Sommer bereits zwei Mal ausrücken, Aber Feuer gelegt wurde auch an anderen Stellen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Eine Serie von Brandstiftungen in Lengerich bereitet Polizei und Feuerwehr Sorgen. Und die Vorfälle, die sich zwischen dem 31. Juli und dem vergangenen Dienstag abgespielt haben, erinnern stark an Ereignisse aus dem Sommer 2019.

Gestern meldete die Polizei, dass es am Dienstagnachmittag am Schnieder-hook gebrannt hat. Zeugen war auf einer landwirtschaftlichen Fläche, die sich zwischen einem Maisfeld und einem Wall befindet, darauf aufmerksam geworden. Der Polizei war der „Grasnarbenbrand“ gegen 17.15 Uhr gemeldet worden. Er erstreckte sich auf einer Fläche von etwa 200 Quadratmetern, und zwar auf dem Grünstreifen sowie auf der landwirtschaftlichen Nutzfläche. Die Feuerwehr konnte ihn löschen. Die Polizei hat die Ermittlungen aufgenommen. Sie geht von Brandstiftung aus und bittet um Hinweise ( 0 54 81/93 37-45 15)

Zuletzt war der Hildebrands Kamp am Montag Tatort ( WN , 11.8.). Dort hatte eine Frau gegen 6.30 Uhr brennendes Gras bemerkt und noch vor Eintreffen der Polizei gelöscht. Die Beamten stellten dann fest, dass jemand mit Ästen und Grillanzündern die kleine Fläche in Brand gesetzt hatte.

Eine Sprecherin der Polizei sagte am Dienstag auf Anfrage der Westfälischen Nachrichten, dass die Kollegen in der Sache „mit Hochdruck ermitteln“. Zudem teilte sie mit, dass in den betroffenen Bereichen der Stadt „entsprechende Maßnahmen“ ergriffen würden. Um die Ermittlungen nicht zu gefährden, wolle sie dazu aber keine näheren Angaben machen.

Weitere Tatorte waren der Saerbecker Damm (vergangenen Samstag, 6.40 Uhr), die Straße Am Haarkamp (31. Juli, 12.50 Uhr) und zwei Mal der Stutenkamp (vergangenen Donnerstag, 16.15 Uhr, und 31. Juli, 16.45 Uhr).

Zum Stutenkamp musste die Feuerwehr, wie berichtet, bereits im vergangenen Sommer mehrfach ausrücken. Ende Juli brannte es dort innerhalb einer Woche gleich drei Mal, dann noch einmal am 6. August.

Die Parallelen sind indes nicht allein auf die Örtlichkeit beschränkt. Zwei Mal wurden auch 2019 Grillanzünder an der Brandstelle gefunden, in zwei Fällen berichtet die Polizei auch bei den aktuellen Fällen davon. Unabhängig davon ordnet sie aber auch die anderen drei Fälle als Brandstiftung ein. Sämtliche Feuer wurden neben den Straßen auf Grünstreifen gelegt. Zudem ist der Unbekannte/sind die Unbekannten sowohl in diesem als auch im vergangenen Jahr zu einer Jahreszeit aktiv geworden, die von großer Trockenheit geprägt war beziehungsweise ist. Neu ist im Vergleich zum vergangenen Jahr allerdings, dass Brandstiftungen nun nicht mehr allein am Stutenkamp festgestellt worden.

Das einzig Positive: Passiert ist bislang nichts Gravierendes, die Flammen breiteten sich trotz der Dürre immer nur auf einigen Quadratmetern aus und konnten schnell gelöscht werden.

Wie schon 2019 bittet die Polizei die Bürger nun erneut, „die Augen offenzuhalten“ und verdächtige Beobachtungen sofort zu melden. Als Beispiel nennt die Polizeisprecherin Fahrzeuge, die kurz vor oder nach einem Feuer nahe der Tatorte gesehen wurden.

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