Ferienprogramm: Leiter des Jugendzentrum zieht Bilanz
Spaß und Abwechslung trotz Corona

Donnerstag, 13.08.2020, 16:39 Uhr aktualisiert: 19.08.2020, 18:30 Uhr
Das Ferienprogramm war in den vergangenen Wochen zwar nicht so umfangreich wie in den vergangenen Jahren, aber geboten wurde dennoch einiges. Treffsicherheit war beispielsweise beim Laser-Biathlon gefragt.
Das Ferienprogramm war in den vergangenen Wochen zwar nicht so umfangreich wie in den vergangenen Jahren, aber geboten wurde dennoch einiges. So konnten Reptilien bestaunt und auch angefasst werden (unten rechts). Auf der Ems war beim Stand-up-Paddling Gleichgewicht gefragt (oben rechts), beim Laser-Biathlon Treffsicherheit (unten links). Foto: Jugendzentrum Lengerich

260 Kinder und Jugendliche haben in den vergangenen Wochen an den mehr als 40 Angeboten teilgenommen. 2019 seien es 730 gewesen, 2018 sogar 870, sagt Brümmer. Begründen lässt sich das unter anderem durch die geringere Zahl an Programmpunkten. Und auch bei verschiedenen Aktionen durften aufgrund der einzuhaltenden Vorsichtsmaßnahmen weniger junge Menschen teilnehmen, als es in Vor-Corona-Zeiten der Fall gewesen wäre. Doch der Leiter des Hauses an der Bergstraße berichtet, dass das den Rückgang zwar zum Teil, aber nicht allein begründet. Handfest belegen könnten er und seine Kollegen es zwar nicht, sagt Brümmer, aber es spreche einiges dafür, dass manche Eltern wohl aus Sorge vor dem Virus darauf verzichtet haben, ihre Kinder zu einer der Veranstaltungen zu schicken. „Und manche Familie ist auch noch spontan in den Urlaub gefahren“, mutmaßt der Jugendarbeiter.

Ausgebuchte Aktionen und Wartelisten waren somit eher selten. Alles in allem ist Brümmer gleichwohl mit dem Ferienprogramm 2020 zufrieden. Zum einen musste es schließlich sehr kurzfristig auf die neuen Gegebenheiten umgestellt werden – ein Zeltlager gab es beispielsweise nicht –, zum anderen habe es trotz allem eine Reihe von Aktionen gegeben, die gut besucht gewesen seien und die bei den Teilnehmern auch wirklich gut angekommen seien. Beispielhaft nennt der Jugendzentrumsleiter das Stand-up-Paddling auf der Ems in Rheine, den Besuch eines Reptilien-Pädagogen samt Tieren im Jugendzentrum (beides eine Premiere) und Brennpeter, ein Workshop, bei dem Kinder Frühstücksbrettchen mit einem heißen Kolben selbst gestalten konnten. Das junge Publikum habe es „positiv wahrgenommen“, dass all das in diesen „komischen Zeiten“ gegeben habe.

Kooperationspartner gab es in diesem Jahr ebenfalls rekordverdächtig wenige: Stadtbücherei, Volkshochschule und Jugendbeirat, zählt Brümmer auf. Vereine? Fehlanzeige. Wofür der Leiter des Jugendzentrums aber vollstes Verständnis äußert angesichts der komplizierten Rahmenbedingungen. So hätten unter anderem die Bogenschützen abgesagt – nicht wegen Corona, sondern wegen des Eichenprozessionsspinners.

Inzwischen beschränkt sich das Programm im Jugendzentrum wieder auf den Normalbetrieb. Doch was ist schon normal? Die Besucherzahl ist auf maximal zwölf beschränkt. Es muss Abstand gehalten werden im Haus, was für die jungen Leute natürlich auch „nervig“ sei, wie der Hausherr feststellt. Die Alternative Masken wäre aus seiner Sicht aber noch weniger zumutbar.

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