37-Jähriger muss sich ab Montag wegen Mordes verantworten
Prozess wegen tödlicher Messerattacke

Lengerich/Münster -

Ab dem 31. August steht ein 37-jähriger Lengericher vor dem Landgericht Münster. Dem Mann wird vorgeworfen, einen 55-jährigen Ibbenbürener erstochen zu haben. Die Staatsanwaltschaft hält ihn für schuldunfähig.

Freitag, 28.08.2020, 19:24 Uhr
Noch am Abend der Tat war die Spurensicherung in dem Mehrfamilienhaus bei der Arbeit.
Noch am Abend der Tat war die Spurensicherung in dem Mehrfamilienhaus bei der Arbeit. Foto: Jens Keblat

Vor dem Landgericht Münster muss sich ab Montag ein 37-jähriger Lengericher verantworten, dem die Staatsanwaltschaft vorwirft, am 1. März einen 55-Jährigen erstochen zu haben. Für den Prozess sind fünf Verhandlungstags angesetzt.

Laut Anklage soll der 37-Jährige an jenem Tag Bekannte in einem Mehrfamilienhaus an der Schultebeyringstraße besucht haben. In der Wohnung habe der Lengericher „in einem unbeobachteten Moment (. . .) ein auf der Spüle liegendes Messer ergriffen und mit diesem unvermittelt und in Tötungsabsicht auf den Geschädigten eingestochen haben“. Obwohl zwei Zeugen versucht versucht hätten einzugreifen, habe der Angeklagte seine Attacke fortgesetzt und seinem Opfer „nachgesetzt“. Ein Notarzt konnte vor Ort nur noch den Tod des Ibbenbüreners feststellen. Zwei der Stiche trafen das Herz des 55-Jährigen, ergab später die Obduktion. An diesen Verletzungen verblutete er.

Die Staatsanwaltschaft wird beantragen, den Angeklagten in einem psychiatrischen Krankenhaus unterzubringen, da sie davon ausgeht, dass er wegen einer psychischen Erkrankung zur Tatzeit nicht schuldfähig war. Der 36-Jährige war nach dem Messerangriff zunächst geflüchtet, stellte sich aber bereits kurze Zeit später auf der Lengericher Polizeiwache.

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