Kein weiterer Corona-Fall an der Bonhoeffer-Realschule
Masken im Unterricht weiter ein Thema

Lengerich -

Die Maskenpflicht in den Schulen ist teilweise abgeschafft. Dennoch lassen die Schulen weiter Vorsicht walten.

Mittwoch, 02.09.2020, 07:43 Uhr aktualisiert: 02.09.2020, 07:50 Uhr
Bis Montag galt in Nordrhein-Westfalen an weiterführenden Schulen während des Unterrichts Maskenpflicht. An der Bonhoeffer-Realschule wird empfohlen, den Schutz auch weiterhin während der Schulstunden zu tragen..
Bis Montag galt in Nordrhein-Westfalen an weiterführenden Schulen während des Unterrichts Maskenpflicht. An der Bonhoeffer-Realschule wird empfohlen, den Schutz auch weiterhin während der Schulstunden zu tragen.. Foto: Sven Hoppe/dpa

Nachdem am Freitag bekannt geworden war, dass sich eine Schülerin der Bonhoeffer-Realschule mit dem Coronavirus infiziert hat, gibt es dort bislang keinen weiteren Fall. Das sagte Schulleiter Harald Paschen am Dienstag auf Anfrage der WN . Er bezog sich dabei auf Informationen des Kreis-Gesundheitsamtes. Gleichwohl lässt man an der Bildungseinrichtung weiterhin Vorsicht walten: Nachdem in NRW mit Monatsbeginn die von der Landesregierung verordnete Maskenpflicht während des Unterrichts ihr Ende gefunden hat, gibt es nun an der Schule die Empfehlung, auch weiterhin während der Unterrichtsstunden einen Mund-Nasen-Schutz zu tragen.

Das solle zunächst bis Ende September gelten, dann werde darüber in der Schulkonferenz gesprochen, kündigte Paschen an. Über dieses Vorgehen seien die Eltern aller Schüler informiert worden. Er berichtete, dass ein Teil der Schüler der Empfehlung nachkomme, ein anderer Teil auf die Maske während des Unterrichts verzichte. Bei den Lehrern sei es so, dass sie den Mund-Nasen-Schutz meist trügen, da bei der Arbeit in den Klassen die überwiegende Zeit der Mindestabstand nicht eingehalten werde könne. „Aber natürlich kann es zwischendurch die Möglichkeit geben, sie für ein paar Minuten abzunehmen.“

Die Bonhoeffer-Realschule ist dabei nicht die einzige weiterführende Schule in Lengerich, die angesichts der gelockerten Maßnahmen eigenständig handelt. Das HAG kündigt auf seiner Internetseite an: „Schulen können sich im Einvernehmen mit der Schulgemeinde darauf verständigen, freiwillig auch weiterhin im Unterricht eine Mund-Nase-Bedeckung zu tragen. Wir werden dies in den nächsten Tagen mit den entsprechenden Gremien diskutieren.“ Ulrich Gerling-Goedert, stellvertretender Schulleiter, sagte am Dienstag: „Der Schülerrat ist deshalb heute schon zusammengerufen worden“. Und auch in der Lehrerschaft habe die Diskussion bereits begonnen. „Wir wollen alle zu Wort kommen lassen“, kündigte Gerling-Goedert an, dass es keine Knall-auf-Fall-Entscheidung gebe werde.

Dass es sich um eine komplexe Materie handelt, ist seinen weiteren Erklärungen zu entnehmen. So gebe es einerseits „eine Handvoll Schüler“, die während der Zeit der Maskenpflicht dem Unterricht ferngeblieben seien und dafür einen ärztlichen Attest vorgelegt hätten. Andererseits gehörten einige Kollegen und auch Familienangehörige mancher Schüler zur Hochrisikogruppe, die natürlich ein Recht darauf hätten, bestmöglich geschützt zu werden.

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