Kreiskirchenamt verabschiedet sich aus Lengerich
„Der Standort war auch Heimat“

Lengerich -

Die Entscheidung war 2013 getroffen worden – jetzt hat die Zeit der Vorbereitung und Planung ein Ende: Das Kreiskirchenamt wird am 11. September endgültig Geschichte sein. „Time To Say Goodbye“ war der Verabschiedungsgottesdienst überschrieben.

Donnerstag, 03.09.2020, 06:21 Uhr aktualisiert: 03.09.2020, 17:55 Uhr
Time To Say Goodbye: Das Kreiskirchenamt Lengerich wird in diesen Tagen Geschichte. Nach fast fünf Jahrzehnten am Standort arbeitet die Verwaltung künftig in einem neuen Gebäude am Coesfelder Kreuz in Münster. Die Entscheidung dazu war bereits 2013 gefallen. Foto: Christine Fernkorn
Time To Say Goodbye: Das Kreiskirchenamt Lengerich wird in diesen Tagen Geschichte. Nach fast fünf Jahrzehnten am Standort arbeitet die Verwaltung künftig in einem neuen Gebäude am Coesfelder Kreuz in Münster. Die Entscheidung dazu war bereits 2013 gefallen. Foto: Christine Fernkorn

„Eine lange Zeit der Vorbereitung und der Planung geht zu Ende“ – mit diesen Worten hat Superintendent Andre Ost am Mittwoch den Gottesdienst in der Stadtkirche zur Verabschiedung des Kreiskirchenamtes eröffnet. Er stand unter dem Thema „Time To Say Goodbye“. Am 8. September kommen die Umzugswagen – und das Kreiskirchenamt ist nach 48 Jahren am Standort Lengerich Geschichte. „Wir verlassen diesen Standort, der für unseren Kirchenkreis fast fünf Jahrzehnte lang eine Heimat war.“

Der Superintendent begrüßte rund 60 Gäste, die „mit der Verwaltung des Kreiskirchenamtes in enger Verbindung“ standen, darunter seinen Vorgänger Hans Werner Schneider und Bürgermeister Wilhelm Möhrke. Neben Ost gestalteten die Pfarrer Sigrid Holtgrave und Harald Klöpper den Gottesdienst mit, „ein Ausdruck der guten Zusammenarbeit“. Kantor Christoph Henzelmann spielte die Orgel. Die Musik stehe auch dafür, dass sich das Kreiskirchenamt wegen der Corona-Krise nicht „sang- und klanglos“ verabschieden müsse. Auf das Singen von Liedern wurde indes bewusst verzichtet.

Marlies Beckemeyer, letzte Verwaltungsleiterin in Lengerich und jetzt Stellvertreterin in Münster, skizzierte die Geschichte des Kreiskirchenamtes in Lengerich. Sie freute sich, dass Magdalene Heemann, Mitarbeiterin „der ersten Stunde“ – vom 1. April 1972 bis 30. September 1998 – dazu Einiges zusammengestellt hat. Sie erinnerte an Wählscheibentelefon, Schreibmaschine und Kästen mit Karteikarten. Natürlich gebe es Wehmut, wenn ein vertrauter Standort aufgeben werde, sagte sie. „Die Fusion bietet auch neue Chancen“.

Wie berichtet, haben die evangelischen Kirchenkreise ihre Verwaltungen in einem neuen Gebäude am Coesfelder Kreuz in Münster zusammengeführt.

Nach dem Gottesdienst trafen sich viele der Besucher und weitere Gäste zum Gedankenaustausch bei einem „Grill-Empfang“ am Martin-Luther-Haus.

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