Flüchtlingshilfe und Notfallseelsorge
„Das sind ureigene Aufgaben der Kirche“

Lengerich/Tecklenburger Land -

Mit Präsenten sind zwei langjährig synodalbeauftragte Pastoren verabschiedet worden: Andreas Finke koordiniert die Notfallseelsorge, Reiner Ströver machte sich einen Namen in der Flüchtlingsarbeit.

Montag, 07.09.2020, 19:36 Uhr
Superintendent Andre´ Ost verabschiedete Reiner Ströver (links) und Andreas Finke mit Präsenten. Beide hatte jahrelang die synodale Beauftragung für die Flüchtlingsarbeit (Ströver) und die Notfallseelsorge wahrgenommen.
Superintendent Andre´ Ost verabschiedete Reiner Ströver (links) und Andreas Finke mit Präsenten. Beide hatte jahrelang die synodale Beauftragung für die Flüchtlingsarbeit (Ströver) und die Notfallseelsorge wahrgenommen. Foto: Erhard Kurlemann

Andreas Finke hat jahrelang die Notfallseelsorge koordiniert, Reiner Ströver sich in der Flüchtlingsarbeit engagiert. Beide sind am Montag auf der Synode in der Stadtkirche in Lengerich verabschiedet worden. Superintendent Andre´Ost würdigte die Arbeit der beiden Pastoren. Sie seien in Felder tätig gewesen, die zu den „ureigensten Aufgaben der Kirche“ gehörten: „Menschen in Not unsere Hilfe anbieten.“

Ströver sagte, der Dank gebühre den zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern, ohne deren Einsatz seine Arbeit nicht möglich gewesen wäre. Auch sei es nicht überall selbstverständlich, dass „der Superintendent hinter der Arbeit“ stehe. Ströver appelliert an die Vertreter der Kirchengemeinden, in der Gewährung von Kirchenasyl „noch mutiger“ zu werden. „Die Erfahrung bereichert ungemein.“ Zudem appellierte er, bei allen Corona-Vorsorgekonzepten an die Arbeit von Flüchtlingskreises zu denken. „Diese Gruppen brauchen Räume, um sich auch in dieser Zeit treffen zu können.“

Finke betonte, er könne sich die Arbeit in einer Gemeinde ohne diese beiden Themen überhaupt nicht vorstellen. Er warb besonders dafür, sich in der Arbeit als Notfallseelsorger zu engagieren. „Es gibt im Kreis noch weißen Flecken“.

Nachfolgerin von Andreas Finke wird Miriam Seidel, Roland Wendland übernimmt das Amt von Reiner Ströver.

Mit großer Mehrheit entschied die Synode, der Organisation „United 4 Rescue“ beizutreten. Dem „breiten gesellschaftlichen Bündnis“ , gehören bereits zahlreiche Einrichtungen, Gemeinden, Verbände und Unternehmen an. Für die Arbeit auf dem Schiff Sea-Watch 4 kamen in kurzer Zeit rund 1 Million Euro zusammen. „Es gibt keinen Grund, einen Menschen ertrinken zu lassen“ warb Roland Wendland um Zustimmung für seinen Antrag.

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