A1-Brückenneubauten
Arbeiten nähern sich dem Ende: Richtung Süden bald freie Fahrt

Lengerich/Tecklenburg -

Inzwischen dauern die Bauarbeiten bereits länger als fünf statt der zunächst kalkulierten drei Jahre. Doch das Ende des Nadelöhrs auf der A1 zwischen Lengerich und Lotter Kreuz ist in Sicht. Ende September, so Straßen.NRW, könne der Verkehr Richtung Münster „ohne Einschränkungen“ fließen.

Dienstag, 15.09.2020, 17:24 Uhr aktualisiert: 15.09.2020, 18:57 Uhr
Noch beginnt beziehungsweise endet etwas nördlich der Anschlussstelle Lengerich der Baustellenbereich auf der A1.
Noch beginnt beziehungsweise endet etwas nördlich der Anschlussstelle Lengerich der Baustellenbereich auf der A1. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Nach über fünf Jahren nähern sich die Bauarbeiten auf der A1 zwischen Lengerich und Lotter Kreuz dem Ende. Dort sind drei alte durch drei neue Talbrücken ersetzt worden. Auf Anfrage der WN teilt Straßen NRW mit, dass Richtung Münster Ende September der Verkehr „ohne Einschränkungen“ wieder rollen soll. „Als letzte Verkehrsphase werden die beiden Fahrbahnen der Fahrtrichtung Bremen zum Innenrand verlegt. Die Arbeiten am Außenrand sollen bis Mitte November abgeschlossen werden. Bis dahin bleibt der Rastplatz Bashake in Fahrtrichtung Bremen noch gesperrt“, informiert der Landesbetrieb.

Mit der Erweiterung der Streckenabschnitte zwischen den Bauwerken werden dann pro Fahrtrichtung für den Verkehr drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Die Bauarbeiten haben im Juni 2015 begonnen. Für das gesamte Projekt werden nach Angaben von Straßen.NRW rund 68 Millionen Euro aus Bundesmitteln investiert. Zunächst war von einer Bauzeit von drei Jahren ausgegangen worden. Die Corona-Pandemie, eine Firmenpleite und andere Faktoren sorgten dafür, dass sich die Fertigstellung der Brücken und die weiteren Arbeiten immer weiter verzögerte

Straßen.NRW informiert über aktuellen Stand

Die neue Talbrücke Habichtswald aus Spannbeton ist 250 Meter lang. Entstanden ist die Brücke in zwei Abschnitten. Die Talbrücke Smanforde, das mittlere Bauwerk zwischen den Brücken Habichtswald und Exterheide, besteht ebenfalls aus Spannbeton und ist 100 Meter lang. Mit 430 Metern ist die Talbrücke Exterheide das längste Bauwerk, das Straßen.NRW in diesem A1-Abschnitt erneuert hat. Auch dieses Brückenbauwerk sei im Wesentlichen fertig, so die Behörde.

Derzeit laufen die Arbeiten zur Herstellung der unterhalb des Bauwerkes angeordneten Regenkläranlage an die sich die restlichen Anpassungsarbeiten an das Bauumfeld anschließen, informiert Straßen.NRW über den aktuellen Stand.

Ausbau-Projekte an der A1

Damit aber nicht genug der Autobahnbaustellen in der näheren Region: Für den Ausbau des Projektes „Autobahnkreuz Lotte-Osnabrück bis zur Anschlussstelle Hasbergen-Gaste“ ist ein Planfeststellungsverfahren erforderlich. Das Planfeststellungsverfahren soll noch in diesem Jahr beantragt werden. Und kurz hinter dem Kreuz Richtung Norden soll der Neubau der A1-Dütebrücke „nach derzeitiger Planung 2021 abgeschlossen sein“, so Straßen.NRW. Für dieses Vorhaben werden rund 50 Millionen Euro veranschlagt.

Mitte Mai 2020 begann dort der Abbruch der alten, westlichen Brückenhälfte mit anschließendem Neubau für die zukünftigen drei Spuren in Richtung Dortmund. Daraufhin folgen die Rammarbeiten der Pfähle und anschließend die Herstellung der Pfeiler und Widerlager der neuen Bücke.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7585993?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker