Weitere Aufgabe für Lengericher Pfarrer
Peter Kossen wird neuer Dechant

Lengerich -

Bischof Felix Genn hat Peter Kossen, leitender Pfarrer der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen, zum neuen Dechant ernannt. Der 51-Jährige folgt auf den Ibbenbürener Pfarrer Stefan Dördelmann.

Freitag, 02.10.2020, 05:53 Uhr aktualisiert: 02.10.2020, 08:46 Uhr
Übernimmt zum 1. November die Aufgabe des Dechants: Peter Kossen, leitender Pfarrer der katholischen Pfarrei Seliger Niels Stensen.
Übernimmt zum 1. November die Aufgabe des Dechants: Peter Kossen, leitender Pfarrer der katholischen Pfarrei Seliger Niels Stensen. Foto: mba

Pfarrer Peter Kossen wird zum 1. November neuer Dechant im Dekanat Ibbenbüren. Das hat die bischöfliche Pressestelle am Donnerstag auf Nachfrage der WN bestätigt. Die Ernennung durch Bischof Felix Genn gilt bis zum 31. Oktober 2026. Der 51-Jährige tritt die Nachfolge von Pfarrer Stefan Dördelmann aus Ibbenbüren an.

„Ich konnte es nicht verhindern“, lacht er im Gespräch mit der Redaktion, um dann umgehend ernst zu werden. „Ja, das kommt noch zu den Aufgaben in der Pfarrei hinzu“, bestätigt Peter Kossen. Und die ist, zumindest flächenmäßig, die größte Pfarrei im westfälischen Teil des Bistums Münster.

Personell ist die Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen nicht üppig aufgestellt. Neben dem leitenden Pfarrer Peter Kossen zählen Pater Hans-Michael Hürter und Kaplan Ernst Willenbrink zum Team. Wobei Hans-Michael Hürter nur mit einer halben Stelle in der Pfarrei ist und nebenbei noch Aufgaben in St. Georg Saerbeck zugeordnet bekommen hat. Ernst Willenbrink ist auf seiner ersten Kaplanstelle, „und die gilt noch als Ausbildung“, so Peter Kossen.

Mit Carolin Wessels und Caroline Witte ergänzen zwei Pastoralreferentinnen das Seelsorgeteam. Wobei eine der jungen Frauen derzeit noch in Elternzeit ist und die andere zum Jahresende in Mutterschutz geht. Mit dem Delegieren von Aufgaben wird es also nicht so einfach. Dass personell aus Münster aufgestockt wird, davon geht der leitende Pfarrer nicht aus. Und auch das Ehrenamt „darf nicht überlastet werden“, betont er.

Dass das auch bei ihm der Fall sein könnte, räumt er im Gespräch mit den Westfälischen Nachrichten nur indirekt ein. Der 51-Jährige engagiert sich seit vielen Jahren für den Schutz und die Rechte von Arbeitsmigranten, hat den Verein „Aktion Würde und Gerechtigkeit“ gegründet. Eine Herzensangelegenheit für ihn. Doch unter dem Strich hat er für sich festgestellt, „dass bei den anderen Engagements die Aufgaben anders verteilt werden müssen“.

Zum Dekanat Ibbenbüren gehören die Kirchengemeinden St. Mauritius Ibbenbüren, St. Reinhildis Hörstel und eben Seliger Niels Stensen Lengerich. Und dann ist da noch die Zentralrendantur in Ibbenbüren, zuständig für den Verband der katholischen Kirchengemeinden und Dekanate Ibbenbüren und Mettingen. Sozusagen die Finanzverwaltung der beiden Dekanate.

Dass die Hauptamtlichen der Pfarreien sich kennen, ist klar. Wann und wo wird sich der neue Dechant in den Gemeinden Ibbenbüren und Hörstel vorstellen? „Das muss man mal sehen, wann man wo sein Gesicht zeigt“, sieht er darin keinen dringenden Handlungsbedarf. Den Grund liefert Peter Kossen umgehend nach: „Alle drei Kirchengemeinden haben ein starkes Eigenleben.“

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