Neues Pflaster für die Fußgängerzone
Große Unterschiede beim Preis

Lengerich -

Bis es los geht mit der Umgestaltung der Fußgängerzone, wird es noch eine Weile dauern. Eine Entscheidung wird schon jetzt getroffen: Welche Steine bilden künftig den Bodenbelag in der Innenstadt? Am Wapakonetaplatz liegt eine Musterfläche.

Dienstag, 06.10.2020, 06:02 Uhr aktualisiert: 06.10.2020, 16:48 Uhr
Von der Qualität her gleichwertig, liegen die drei Muster-Pflastersteinsorten beim Preis erheblich auseinander. Die Spanne reicht von 36,90 bis 54 Euro je Quadratmeter.
Von der Qualität her gleichwertig, liegen die drei Muster-Pflastersteinsorten beim Preis erheblich auseinander. Die Spanne reicht von 36,90 bis 54 Euro je Quadratmeter. Foto: Erhard Kurlemann

„Warm-hellgrau changierende Pflasteroberflächen in mittelgroßen Formaten.“ So soll sich die Fußgängerzone nach der Umgestaltung dem Auge des Betrachters präsentieren. Drei verschiedene Steinformate mit drei unterschiedlich dunkel eingefärbten Betonsteinen sind als Basis dafür auserkoren worden.

Wem das alles zu theoretisch ist, sollte zum Wapakonetaplatz gehen. Dort liegen seit zwei Wochen drei Musterflächen aus ( WN berichteten). Allerdings, so schränkt Holger Lange im jüngsten Bauausschuss ein, „sind für das Muster nur zwei statt der vorgesehenen drei Formate genommen worden.“ Die Steine für die Präsentation sind von drei Firmen geliefert worden.

Dass sich daraus leichte Nuancen bei den Grautönen ergeben, macht die Auswahl vielleicht leichter. Hilfestellung könnte dabei auch der Preis spielen. Die reinen Materialkosten reichen von 36,90 Euro je Quadratmeter über 46,40 Euro bis zu 54 Euro. „Das ist schon ein Unterschied“, befindet Klaus Reiher . Ob es denn qualitative Unterschiede gebe, will der CDU-Fraktionsvorsitzende wissen.

„Die Qualität der Steine ist identisch“, erwidert Holger Lange. Das beziehe sich auch auf die Oberflächenbehandlung des Pflasters durch den jeweiligen Hersteller. Passen muss der Fachdienstleiter Straßenbau bei den Preisen: „Dazu kann ich nichts sagen.“

Nicht einverstanden ist Klaus Reiher mit der Rinne zwischen den Mustern. Das entspreche ja wohl nicht den gewünschten taktilen Elementen, vermutet er – und hat recht. „Die beiden Reihen im Muster sollen einzig der Unterscheidung der verschiedenen Steine dienen“, erläutert Holger Lange.

Während der CDU-Mann darum bittet, die Entscheidung über das Pflaster ohne Beschluss in den Stadtrat zu geben und damit bei den anderen Fraktionen Zustimmung erntet, hat Norbert Junghöfer offenbar im Kopf mal nachgerechnet. „Super, das beste Pflaster ist auch das billigste“, platzt es aus dem Vorsitzenden des Seniorenbeirats heraus. Er habe sich die Muster auch bei Regen angesehen und festgestellt, dass die Variante C „sehr glatt“ sei.

Beim Thema Geld hakt keiner nach. Was Norbert Junghöfer überschlagen hat, ist ein Unterschied von rund 150 000 Euro zwischen der günstigsten und der teuersten Variante. Nur für die Steine wohlgemerkt, Verlegen kostet extra.

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