Kontrollen an der Pumptrack-Anlage
Stadt reagiert auf Beschwerden

Freitag, 09.10.2020, 17:36 Uhr aktualisiert: 12.10.2020, 17:52 Uhr
Dieses Schild soll Besuchern deutlich machen, wann abends auf dem Gelände an der Gesamtschule Schluss ist.
Dieses Schild soll Besuchern deutlich machen, wann abends auf dem Gelände an der Gesamtschule Schluss ist. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Nach Angaben des städtischen Beigeordneten Frank Lammert hat es ein Gespräch mit den Vorsitzenden der Ratsfraktionen, Anwohnern und Vertretern des Jugendbeirates gegeben. Die wichtigsten Ergebnisse: Ein Sicherheitsdienst ist mit Kontrollen beauftragt worden, die auch nachts stattfinden sollen. Zudem, so Lammert, sollen Mitarbeiter des Fachdienstes Sicherheit und Ordnung „sporadisch“ nach dem Rechten sehen.

Grundsätzlich stellt der Beigeordnete fest, dass positiv festzuhalten sei, dass die Anlage sehr gut besucht und angenommen werde, „in der Woche und an den Wochenenden“. Das führe jedoch zu „unterschiedlichen Interessenlagen“, einerseits seien die Bedürfnisse des jungen Publikums zu berücksichtigen, andererseits die der Anlieger. Grenzen würden auf jeden Fall überschritten, wenn der Pumptrack auch nachts als Treffpunkt diene oder aber auch Musik bis in die Nachbarschaft dröhnt.

Die nun in die Wege geleiteten Maßnahmen plus Einzug von Herbst und Winter mit kühleren Temperaturen, Niederschlägen und dem frühen Einbruch der Dunkelheit werden nach Ansicht Lammerts dazu führen, dass sich die Zahl der Pumptrack-Besucher „deutlich reduziert“ und damit auch das Konfliktpotenzial.

Vor Ort berichten einige Jugendliche und Kinder, dass der Andrang mittlerweile schon zurückgegangen sei. Die meisten der rund 15 Köpfe zählenden Gruppe sind Jungen. Viele, aber nicht alle haben wie vorgeschrieben einen Helm dabei. Dass es Sinn macht, etwas für den eigenen Schutz zu tun, wissen sie. „Der Krankenwagen war schon ein paar Mal hier“, verweisen die jungen Leute auf mehrere Stürze, die Verletzungen zur Folge gehabt hätten.

Einige der Pumptrack-Fans sagen, dass sie fast jeden Tag kommen und auch dann die Anlage nutzen wollen, wenn das Wetter nicht mehr ganz so mitspielt. Musik wird nicht gespielt und Alkohol ist auch nicht zu sehen. Zu späterer Stunde sei aber anderes Publikum da, erzählen ein paar Jugendliche. Einer sagt, er habe selbst gesehen, wie einmal jemand gegen 23 Uhr erst sein Fahrrad über den Zaun am Fußballfeld geworfen habe und dann hinterhergeklettert sei. Trotz solcher Erlebnisse sagen alle einhellig, dass sie die geäußerte Kritik für überzogen halten. Wenn etwas nicht gut laufe, könne man ja gegebenenfalls mit ihnen reden.

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