Corona-Pandemie: Bürgermeister ist optimistisch
Mit blauem Auge davon gekommen

Lengerich -

Bürgermeister Wilhelm Möhrke ist optimistisch, dass es den Herbst und Winter hindurch zu keiner dramatischen Verschärfung der corona-bedingten Lage kommt.

Sonntag, 11.10.2020, 20:00 Uhr aktualisiert: 12.10.2020, 17:52 Uhr
Im Frühjahr gab es noch umfangreiche Tests und Quarantänemaßnahmen. Insgesamt haben sich in Lengerich 126 Menschen infiziert.
Im Frühjahr gab es noch umfangreiche Tests und Quarantänemaßnahmen. Insgesamt haben sich in Lengerich 126 Menschen infiziert. Foto: dpa/Kay Nietfeld/dpa

Die Zahl der Corona-Neuinfektionen steigt in Deutschland aktuell stark an. In Lengerich ist davon bislang noch nicht viel zu spüren. Am Freitag meldete der Kreis, dass in der Stadt nachweislich zwei Personen infiziert sind – eine war es in den Tagen davor. Wenig im Vergleich zu vielen anderen Kommunen. „Wir sind bislang mit einem blauen Auge davongekommen“, bilanziert Bürgermeister Wilhelm Möhrke das Geschehen seit dem Ausbruch der Pandemie im März. Und er zeigt sich optimistisch, dass es den Herbst und Winter hindurch zu keiner dramatischen Verschärfung der Lage kommt.

Der Grund für die positive Einschätzung: Der überwiegende Teil der Bürger ist nach Ansicht des Bürgermeisters nach wie vor sehr diszipliniert in Bezug auf Hygienemaßnahmen und Kontaktregeln. Diesen Eindruck habe er bei seinen Gängen durch die Stadt an vielen Stellen gewonnen. Zudem gebe es in vielen Unternehmen – Möhrke nennt beispielhaft B+K und W&H – vorbildliche Schutzkonzepte. Bleibe all das so, „und das ist das Entscheidende“, dürfe man hoffen, dass die Fallzahlen nicht wie andernorts in die Höhe schnellen. Allerdings, schränkt Möhrke ein, könne ein Einzelereignis wie eine Familienfeier, bei der sich viele Menschen infizieren, natürlich alles schlagartig verändern.

Ein Einzelereignis kann alles ändern.

Auf Anfrage der WN teilt der Kreis mit, dass sich seit Ausbruch der Pandemie 126 Menschen in Lengerich mit mit SARS-CoV-2 infiziert haben. Das entspricht in etwa 0,5 Prozent der Bevölkerung.

Möhrke erinnert daran, dass es im Frühjahr, als zeitgleich bis zu 64 Infizierte registriert wurden, massive Ausbrüche im Haus Widum und in der Helios-Klinik gegeben hat. Umfangreiche Tests und Quarantänemaßnahmen waren da unter anderem die Folge. Das sei schon „heftig“ gewesen, so der Bürgermeister.

Um nicht wieder in eine solche Situation zu kommen, appelliert er an die Lengericher, in der Region zu bleiben und sich möglichst viel im Freien zu bewegen. Das würde auch Erkältungen und der Grippe vorbeugen. Grundsätzlich sei es zudem in einer Stadt der Größe und Struktur Lengerichs so, dass „die Leute eher unter sich bleiben“. Gärten und der Teuto würden die dafür nötigen Freiräume bieten.

Komme es jedoch zu einem massiven Anstieg der Fallzahlen, sei die Verwaltung darauf organisatorisch vorbereitet. Dafür seien alle nötigen Absprachen getroffen und die entsprechenden Mitarbeiter eingeteilt. Auch in diesem Zusammenhang schaut der Bürgermeister noch einmal zurück auf die Pandemie-Hochphase im Frühjahr. Da sei die wichtigste Aufgabe in der Verwaltung noch gewesen, „den Betrieb irgendwie in Gang zu halten“. Das sei letztendlich gelungen – und habe auch Positives gehabt. Corona habe zu einem wahren Schub in Sachen Digitalisierung und Homeoffice geführt.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7626997?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker