Unfallserie mit einem Toten und vier Verletzten
44-Jährige macht keine Angaben zum Fahrtverlauf

Lengerich/Lienen -

Die Polizei ermittelt weiter, wie es am 27. September zu einer Unfallserie in Lengerich und Lienen gekommen ist. Dabei ist ein Radrennfahrer tödlich verletzt worden. Die Unfallverursacherin will sich nach Angaben der Staatsanwaltschaft nicht zu ihrer Fahrt äußern.

Montag, 12.10.2020, 19:05 Uhr aktualisiert: 13.10.2020, 17:36 Uhr
Auf der Lengericher Straße in Lienen kam es zum letzten Unfall, bei dem ein Rennradfahrer getötet wurde.
Auf der Lengericher Straße in Lienen kam es zum letzten Unfall, bei dem ein Rennradfahrer getötet wurde. Foto: Michael Baar

Nach wie vor offen sind die Gründe, die am 27. September zu einer Unfallserie in Lengerich und Lienen geführt haben. Verursacht wurden die Kollisionen von einer 44 Jahre alte Frau aus Lengerich (WN berichteten). Dabei wurde ein Rennradfahrer getötet, ein Ehepaar schwer und ein weiterer Rennradfahrer leicht verletzt.

Die Lengericherin war ebenfalls mit schweren Verletzungen in ein Krankenhaus eingeliefert worden. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft war sie zunächst nicht vernehmungsfähig. Inzwischen ist die 44-Jährige zwei Mal operiert worden. Eine weitere Operation steht der Frau noch bevor. Das teilt Oberstaatsanwalt Dirk Ollech am Montag auf Nachfrage mit.

Seinen Worten nach ist die 44-Jährige eingeschränkt vernehmungsfähig, habe sich aber nicht zu den Unfällen geäußert. Für die Staatsanwaltschaft steht fest, dass die Lengericherin mit ihrem Kleinwagen für die Unfallserie verantwortlich ist. Begonnen hatte es am 27. September um 9.45 Uhr auf der Sudenfelder Straße. Dort war ein älteres Ehepaar, das mit Fahrrädern unterwegs war, angefahren worden. Schwer verletzt wurden die beiden Personen in ein Krankenhaus eingeliefert.

Nach drei weiteren Unfällen, bei denen es bei Sachschäden blieb, ereignete sich um kurz nach 10 Uhr auf der Lengericher Straße in Lienen der fünfte Unfall. Dabei kam ein 47 Jahre alter Rennradfahrer zu Tode. Er war in einer Gruppe unterwegs. Aus diesem Personenkreis erlitt ein weiterer Radfahrer leichte Verletzungen.

Im Gespräch bestätigt Dirk Ollech, dass es keine Anhaltspunkte dafür gebe, dass eine andere Person als die Lengericherin für die Unfälle verantwortlich sei.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7629155?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker