375 Jahre Conclusum: Abstimmungsgespräch mit Osnabrück und Münster
Den Weg zum Frieden geebnet

Mittwoch, 14.10.2020, 16:40 Uhr aktualisiert: 18.10.2020, 15:58 Uhr
Der Friedensreiter auf dem Rathausplatz zeugt davon, dass Lengerich auf dem Weg zum Westfälischen Frieden eine wichtige Rolle spielte. Das Conclusum vor 375 Jahren war nun Anlass, im Gempt-Bistro mit verschiedenen Beteiligten Aktivitäten rund um das Jubiläum abzustimmen.
Der Friedensreiter auf dem Rathausplatz zeugt davon, dass Lengerich auf dem Weg zum Westfälischen Frieden eine wichtige Rolle spielte. Das Conclusum vor 375 Jahren war nun Anlass, im Gempt-Bistro mit verschiedenen Beteiligten Aktivitäten rund um das Jubiläum abzustimmen. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde/Stadt Lengerich

In diesem Jahr konnte dieses Ereignis nach Ansicht der Stadtverwaltung Corona-bedingt nicht gebührend gewürdigt werden. Bürgermeister Wilhelm Möhrke macht aber deutlich: „Das Lengericher Conclusum ist das bedeutendste geschichtliche Ereignis für Lengerich. Als Wegbereiter steht das Conclusum in einem engen Zusammenhang mit dem Westfälischen Frieden. Auch wenn beide Ereignisse lange zurückliegen, so haben sie für die heutige Zeit eine große Aktualität.“ Möhrke ging bereits in einer Videobotschaft vom 8. Juli näher darauf ein (unter www.lengerich.de abrufbar).

Um die Aktivitäten rund um die Jubiläen abzustimmen, hatte der Bürgermeister nun zu einem Gespräch Vertreter aus Osnabrück und Münster sowie verschiedener Institutionen nach Lengerich eingeladen. Daran haben die Leitungen der Friedensbüros der beiden Städte, Mitarbeiter aus dem hiesigen Fachdienst Schule und Kultur und dem Lengericher Bürgermeisterbüro, die LWL-Landesrätin für Kunst und Kultur sowie der Leiter des LWL-Landesmuseums teilgenommen. Ferner waren in der Gempt-Halle der Heimatverein und die Stadtsparkasse mit von der Partie.

Die Teilnehmer waren sich laut Pressemitteilung schnell einig, dass das Jubiläum zum Lengericher Conclusum ein wichtiger Bestandteil der Aktivitäten zum Westfälischen Frieden sein müsse. Münster und Osnabrück sind noch in den Vorüberlegungen für 2023 und sahen den Termin als Auftakt zu den Planungen.

In der Diskussion wurde nach Angaben der Stadtverwaltung deutlich, dass es sich nicht nur um das Feiern eines historischen Ereignisses handele. Vielmehr müssen eine Verbindung zur Gegenwart hergestellt und insbesondere junge Menschen angesprochen werden, um auch den von Frieden geprägten europäischen Gedanken mit Leben zu füllen. Darüber hinaus gehe es nicht nur vordergründig um Konfliktsituationen, sondern auch um gesellschaftliche Fragestellungen wie zum Beispiel Teilhabe in der Gesellschaft. Nur so könne das historische Ereignis Westfälischer Frieden eine identifizierende und nachhaltige Wirkung erzielen. Vor diesem Hintergrund sollten die Aktivitäten stattfinden.

Die Gespräche sollen fortgesetzt werden.

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