Kindermusical „Gerempel im Tempel“
Junger Chor meistert alle Schwierigkeiten

Lengerich -

Für Kantor Christoph Henzelmann und die Kurrende der Sing- und Chorschule war es wohl der letzte gemeinsame Auftritt. Mit demKindermusical „Gerempel im Tempel“ eroberten sie die Herzen der Zuhörer.

Montag, 02.11.2020, 18:35 Uhr aktualisiert: 02.11.2020, 18:40 Uhr
Das Kindermusical „Gerempel im Tempel“ war das letzte Werk, das Kantor Christoph Henzelmann mit der Kurrende der Sing- und Chorschule einstudiert hat vor seinem Eintritt in den Ruhestand.
Das Kindermusical „Gerempel im Tempel“ war das letzte Werk, das Kantor Christoph Henzelmann mit der Kurrende der Sing- und Chorschule einstudiert hat vor seinem Eintritt in den Ruhestand. Foto: privat

Das Kindermusical „Gerempel im Tempel“ bereitete den maskenbewehrten, auf Corona-Abstand achtenden Zuhörern am Sonntagnachmittag in der Stadtkirche große Freude. Die Kurrende der Sing- und Chorschule hatte, ebenfalls den Corona-Abstand beachtend, im Chorraum Aufstellung genommen.

Das 2008 entstandene Musical (Text: Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin aus Oberhausen, Musik Kantor Klaus Müller aus Dortmund) bezieht sich auf die neutestamentliche Erzählung, wie Jesus die Händler von den Stufen des Tempels vertreibt. In Sprechtexten und elf Liedern wird die ganze Sache aus Sicht der Kinder dargestellt, auch übertragbar auf das Verhältnis von Kindern, die ernst genommen werden wollen, zu Erwachsenen.

Auf eine mögliche szenische Darstellung hatte Kantor Christoph Henzelmann, der am Klavier agierte, coronabedingt verzichtet.

Das tat der Güte der Aufführung aber keinen Abbruch. Die Kinder strahlten viel Freude am Musizieren aus, zeigten sich sehr diszipliniert und aufmerksam, sangen schön einheitlich und sauber – man spürte jederzeit die musikpädagogische Hand des Kantors, der sich mit dieser Aufführung von der Kurrende verabschiedete. Er wird in wenigen Wochen in den Ruhestand gehen. Die eingängigen Melodien der elf Lieder sind fern jeder Trivialität, tadellose Einsätze, Synkopen und Taktwechsel bereiteten den jungen Choristen keinerlei Schwierigkeiten.

Es wäre für die Kurrende und die viele Vorbereitungsarbeit jammerschade gewesen, wenn eine Aufführung der Pandemie wegen hätte ausfallen müssen. Schön also, dass es dann doch buchstäblich in letzter Minute noch geklappt hat, auch als Schlusspunkt für die qualitätvolle Aufbauarbeit von Christoph Henzelmann, die hoffentlich nach der Pandemie – unter der Ägide eines neuen Kantors – auf gleichem Niveau fortgeführt wird.

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