Antrag zur Dyckerhoff-Ampel
Fuß- und Radverkehr sollen profitieren

Lengerich -

Wer als Fußgänger oder Fahrradfahrer die Zufahrt zu Dyckerhoff an der Lienener Straße passieren möchte, muss die Ampel betätigen. Die Grünen finden, dass das nicht einem modernen klimafreundlichen Individualverkehr entspricht. Das haben sie nun im Rat thematisiert.

Mittwoch, 04.11.2020, 17:28 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 17:40 Uhr
Bislang müssen Fußgänger und Radfahrer erst drücken, bevor sie die Dyckerhoff-Einfahrt überqueren können. Die Grünen wollen das ändern.
Bislang müssen Fußgänger und Radfahrer erst drücken, bevor sie die Dyckerhoff-Einfahrt überqueren können. Die Grünen wollen das ändern. Foto: Gernot Gierschner

Fahrradfahrer- und Fußgänger-freundlicher zugehen müsste es nach Meinung der Grünen an der Einfahrt zum Dyckerhoff-Werk in Hohne. In einem Ratsantrag heißt es, die Verwaltung soll beim Kreis darauf hinwirken, dass die Ampelanlage auf der Lienener Straße entsprechend optimiert wird.

Bislang ist es so, dass Fußgänger und Radler dort erst dann Grün bekommen, wenn sie die Ampel betätigen. „Ungünstig“ nannte das im Rat Sandra Kätker von den Grünen. Zum einen begründete sie diese Einschätzung mit dem Hinweis auf die Verkehrssicherheit. Denn die momentane Situation verleite den ein oder anderen vielleicht dazu, die Werkszufahrt bei Rot zu überqueren. Zum anderen gehört nach Meinung der Grünen zu einem klimafreundlichen Individualverkehr „die Optimierung beziehungsweise Priorisierung von Verkehrswegen für den Fuß- und Radverkehr“.

Den Klima-Aspekt ließ Andreas Kuhn, Fraktionsvorsitzender der SPD, nicht gelten. Er könne den Antrag der Grünen zwar grundsätzlich verstehen. Aber vermehrte Wartezeiten für die Lkw, die Dyckerhoff anfahren oder verlassen, seien in der Summe bei der Ökobilanz sicher schlechter als wartende Radler und Fußgänger. Zudem seien die Wartezeiten an der Ampel „zumutbar“.

Beim WN-Test am Mittwoch dauerte es rund 20 Sekunden, bis Grün kam. Gekoppelt ist das Signal offenbar an das für den Verkehr auf der Lienener Straße, daher ergeben sich unterschiedlich lange Wartezeiten.

Bemerkenswert: Kaum ein Fußgänger schaffte es am Mittwoch, in den zwölf Sekunden, die das Signal dann auf Grün steht, die Dyckerhoff-Einfahrt zu überqueren. Eine Frau mit Kinderwagen beispielsweise musste auf der Mittelinsel zwischen den fahrenden LKW warten.

Der Antrag wurde in den Fachausschuss verwiesen, wo nun weiter über den Vorstoß der Grünen beraten werden soll.

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