Schließung ist für die BWG auch eine Kostenfrage
Ebbe im Hallenbad

Lengerich -

Corona-bedingt ist das Hallenbad geschlossen. In diesem Monat wird dort nicht geschwommen. Die BWG als Betreiber hat jetzt entschieden, aus Kostengründen das Wasser aus dem Becken zu lassen.

Donnerstag, 05.11.2020, 19:31 Uhr aktualisiert: 05.11.2020, 19:40 Uhr
Trocken: Seit Mitte der Woche ist das Becken im Hallenbad leer.
Trocken: Seit Mitte der Woche ist das Becken im Hallenbad leer. Foto: BWG

Die Verschärfungen durch die aktuelle Corona-Schutzverordnung haben auch Auswirkungen auf den Badbetrieb, schreibt die Bäder und Wasser GmbH ( BWG ).

Der Parkplatz vor dem Hallenbad In den Rietbroken ist leer, die Türen sind verschlossen. Doch wie geht es demnächst weiter? „Die aktuelle Entwicklung sorgt leider wie im Frühjahr dafür, dass wir den Badbetrieb einstellen müssen. Auch wenn das Betriebsverbot erst einmal bis Ende November befristet ist, müssen wir davon ausgehen, dass dies noch etwas länger andauern könnte, bis das Bad wieder in Betrieb gehen darf“, sagt Betriebsleiter Tilo Frömmel auf Nachfrage der WN .

Die BWG habe deshalb kurzfristig die Situation analysiert, konkrete Maßnahmen erarbeitet und mit ihrem Gesellschafter, der Stadt Lengerich, abgestimmt, berichtet er.

In den ersten beiden Tagen dieser Woche wurden technische Wartungen sowie eine umfangreiche Grundreinigung aller Badbereiche durchgeführt, danach wurde das Beckenwasser vollständig abgelassen. Das Vorgehen folge dabei einer einfachen Logik: wenn Wasser im Becken verbleibt, müsste es weiter umgewälzt und die Gebäude weiter belüftet und entfeuchtet werden. „Eine spürbare Kosteneinsparung ist aber nur dann möglich, wenn die Hauptenergieverbraucher wie Beckenumwälzung, Lüftungsanlage oder Heizung in eine Betriebspause geschickt werden“, erläutert Tilo Frömmel.

Er verweist darauf, dass die BWG als Badbetreiber immer die Kostensituation im Blick haben müsse. Wenn das Zeitfenster groß genug sei werde es zu einer wirtschaftlichen Frage, ob die Einsparung bei den Energiekosten groß genug ist, um eine zusätzliche Beckenentleerung und spätere Befüllung zu kompensieren. „Da aktuell keiner verlässlich das Ende der Schließung bestimmen, und damit auch eine längere Schließung nicht ausgeschlossen werden kann, ist die Entleerung damit wirtschaftlich und ökologisch die richtige Maßnahme“, sagt der Betriebsleiter.

Für die Belegschaft werde jetzt wieder Kurzarbeit eingeführt, um die aktuelle Situation zu meistern. Tilo Frömmel hofft darauf, dass es bald wieder eine Rückkehr zum gewohnten Badbetrieb geben werde und Hygienekonzepte dafür sorgen, dass die Badegäste wieder sicher ihre Bahnen ziehen dürfen.

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