Schulleiter zur Corona-Situation
Zahlreiche Schüler in Quarantäne

Lengerich -

In Lengerich befinden sich an fast allen Schulen, die in Trägerschaft der Stadt sind, Kinder und Jugendliche in Corona-Quarantäne. Die einzige Ausnahme ist momentan die Grundschule Stadtfeldmark. Auch einige Lehrer sind von den Maßnahmen betroffen. Das wurde am Dienstagabend im Schulausschuss bekannt, wo einige Schulleiter über die momentane Situation Auskunft gaben.

Donnerstag, 26.11.2020, 05:11 Uhr aktualisiert: 26.11.2020, 05:20 Uhr
Das Tragen von Masken gehört inzwischen zum Schulalltag.
Das Tragen von Masken gehört inzwischen zum Schulalltag. Foto: Matthias Balk/dpa

In Lengerich befinden sich aktuell an fast allen Schulen Kinder und Jugendliche in Quarantäne. Einzig die Grundschule Stadtfeldmark ist momentan von einer solchen Maßnahme gegen die Ausbreitung des Coronavirus nicht betroffen.

Ein Überblick über die Situation wurde am Dienstagabend im Schulausschuss gegeben. Einige Schulleiter gaben Einschätzungen zur Gesamtlage in Sachen Pandemie ab und nannten dabei konkrete Zahlen. Demnach sind an der Grundschule Intrup 46 Kinder und vier Lehrer in Quarantäne, an der Grundschule Stadt eine Klasse und eine Lehrkraft sowie in Hohne eine Klasse und zwei Lehrer. An der Bodelschwingh-Realschule gibt es bei einem Schüler einen positiven Befund, 15 sind in Quarantäne, an der Bonhoeffer Realschule sind drei Schüler von einer solchen Maßnahme betroffen. An der Gesamtschule gilt für zwei Schüler eine Quarantäne. Zehn weitere aus der selben Klasse hätten die Eltern vorsorglich aus dem Unterricht genommen, so Schulleiter Dr. Werner Peters . Am Hannah-Arendt-Gymnasium ist aktuell eine Klasse in Quarantäne, die Betroffenen kämen aber bald wieder zurück, betonte Schulleiterin Angelika Elsermann .

Zur Grundschule Stadtfeldmark hieß es noch, dass es aufgrund personeller Engpässe im Kollegium derzeit so sei, dass pro Woche eine Klasse daheim bleiben müsse. Auch diese Maßnahme sei der Corona-Situation geschuldet.

Beim Thema Schulbusse deutet offenbar nichts darauf hin, dass es zu entscheidenden Veränderungen kommt. In den Fahrzeugen gelten nicht die sonst üblichen Abstandsregeln – was ebenso für Kritik sorgt wie die Tatsache, dass es schon beim Einstieg immer wieder zu Gedränge kommt. Wie berichtet, setzt die RVM in Lengerich wie auch in anderen Kommunen mehr Busse ein als üblich, doch das reicht nicht, um für wirksame Entlastung zu sorgen. Werner Peters kommentierte die Situation mit den Worten, es gebe „keine großen Möglichkeiten an der Misere etwas zu verändern“. Ulrike Elsermann erzählte von einem Foto, das ihr eine Schülersprecherin geschickt habe und das die Lage in den Busse dokumentiere. Sie sei davon „sehr betroffen“ gewesen. Es sei „schwer vermittelbar“, dass einerseits in der Schule eine Reihe von Regeln zu beachten sind, in den Bussen dann aber alles ganz anders sei.

Zu weiteren Fragen, die an die Schulleiter gerichtet wurden, gab es keine oder nur wenig aussagekräftige Antworten. Werner Peters begründete das damit, dass nicht die Schulleiter die richtigen Adressaten wären, sondern die Landesregierung. Er könne nur raten, was in Düsseldorf beschlossen wird, wenn es beispielsweise darum gehe, zu klären, welche Handlungsmöglichkeiten bei steigenden Infektionszahlen an den Schulen noch bestehen.

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