Gebührenentwicklung 2021
Einmal geht‘s rauf, einmal geht‘s runter

Lengerich -

Leichte Kostensteigerungen bei den Abfallentsorgungsgebühren, leichte Senkungen für die Bürger bei den Ausgaben für die Straßenreinigung – das erwartet die Lengericher 2021. Zudem gibt es gute Nachrichten für all jene, die die sogenannte Windeltonne in Anspruch nehmen. Dieses Angebot wird im kommenden Jahr fortgeführt. Zusätzlich zur Kasse gebeten werden von der Stadt die, die eine Restmüll- oder Bioabfalltonne tauschen wollen. All das wurde jetzt im Planungsausschuss einstimmig abgenickt.

Sonntag, 29.11.2020, 18:16 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 17:59 Uhr
Die Erlöse, die mit dem Verkauf von Altpapier erzielt werden können, sind gesunken. Ein Grund dafür, dass in Lengerich die Abfallentsorgungsgebühren steigen, so die Verwaltung.
Die Erlöse, die mit dem Verkauf von Altpapier erzielt werden können, sind gesunken. Ein Grund dafür, dass in Lengerich die Abfallentsorgungsgebühren steigen, so die Verwaltung. Foto: dpa

Leichte Kostensteigerungen bei den Abfallentsorgungsgebühren, leichte Senkungen für die Bürger bei den Ausgaben für die Straßenreinigung – das erwartet die Lengericher 2021. Zudem gibt es gute Nachrichten für all jene, die die sogenannte Windeltonne in Anspruch nehmen. Dieses Angebot wird im kommenden Jahr fortgeführt. Zusätzlich zur Kasse gebeten werden von der Stadt die, die eine Restmüll- oder Bioabfalltonne tauschen wollen. All das wurde jetzt im Planungsausschuss einstimmig abgenickt.

Weil die Zahl der Tonnenwechsel auf mittlerweile circa 1300 pro Jahr stark zugenommen hat, soll dafür jetzt jeweils eine Gebühr von 25 Euro fällig werden. Damit will die Stadtverwaltung die mit dem Tausch verbundenen Kosten – unter anderem muss jedes Mal ein geänderter Grundbesitzabgabenbescheid erstellt und versandt werden – aufgefangen. Nicht betroffen ist, wer erstmalig Müllbehälter bekommt. Zudem soll ein weiterer Tausch jährlich gebührenfrei erfolgen.

Die Einführung der Windeltonne hat der Rat vor gut zwei Jahren beschlossen. Profitieren können davon Familien mit Kindern unter drei Jahre sowie Haushalte, in denen es pflegebedürftige Personen gibt. Bei der Restabfallgebühr erhalten sie bei einer 120-Liter-Tonne einen Nachlass von 20 Euro, beim 240-Liter-Gefäß 40 Euro. Dieses Angebot werde „sehr gut angenommen“, sagt Sarah Telljohann vom Fachdienst Bauen, Planen und Umwelt. Bis Ende Oktober habe es in diesem Jahr 225 Anträge gegeben. Der gewährte Nachlass wird ihren Worte zufolge 2021 mit rund 6000 Euro im städtischen Haushalt zu Buche schlagen.

Als Gründe für die Gebührensteigerung bei der Abfallentsorgung führt die Stadtverwaltung Mindererträge beim Altpapier an, gestiegene Mengen beim Restabfall und eine Gebührenunterdeckung beim Bioabfall. In der Konsequenz führt das dazu, dass beispielsweise eine 80-Liter-Restmülltonne künftig mit 70,56 Euro pro Jahr kostet, bislang waren es 69,60 Euro. Ein 120-Liter-Bioabfallbehälter kostet künftig 84 Euro, im Moment sind es noch 81,36 Euro.

Bei der Straßenreinigung ergibt sich laut Beschlussvorschlag eine Gebührensenkung von durchschnittlich 3,2 Prozent. Je Meter werden somit an einer Anliegerstraße 1,22 Euro fällig (bisher 1,26 Euro), an einer innerörtlichen Straße 1,51 Euro (bisher 1,56 Euro) und in der Fußgängerzone 4,79 Euro (bisher 4,94 Euro).

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