Sternsingeraktion: Flyer mit Segen liegen in St. Margareta aus
Keine Kinder an der Tür

Lengerich/Tecklenburg -

Wer in diesen Tagen darauf wartet, dass die Sternsinger an der Tür klingeln, wartet vergeblich. Wegen Corona sind keine Kinder unterwegs. Was jedoch nicht heißt, dass die gesamte Aktion der Pandemie zum Opfer fällt.

Mittwoch, 06.01.2021, 17:58 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 18:01 Uhr
Einen Aussendegottesdienst wird es diesmal keinen für die Sternsinger geben, und auch der Gang von Tür zu Tür ist nicht möglich. Die Aktion findet diesmal in anderer Form statt.
Einen Aussendegottesdienst wird es diesmal keinen für die Sternsinger geben, und auch der Gang von Tür zu Tür ist nicht möglich. Die Aktion findet diesmal in anderer Form statt. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Dass es nicht so würde laufen können wie all die Jahre zuvor, sei allen Verantwortlichen bereits vor Weihnachten klar gewesen, sagt Carolin Wessels . Sie ist Pastoralreferentin in der katholischen Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen – und damit auch in die Sternsingeraktion involviert. Von Haus zu Haus ziehen wird wegen der Corona-Pandemie kein einziges Kind. Doch auf den häuslichen Segen braucht niemand zu verzichten. Und das Spenden für die gute Sache ist auch möglich.

In Lengerich liegen Sternsinger-Flyer in der St.-Margareta aus. Die sei jeden Tag bis zum Einbruch der Dunkelheit geöffnet, erzählt Carolin Wessels. Wer einen Flyer haben möchte – dazu gibt es als Klebestreifen und in Kreideoptik gleich den Segensspruch 20*C+M+B+21 inklusive –, kann sich entweder in der Werktagskapelle an einem Tisch bedienen oder aber in der Hauptkirche an der Krippe.

Zwar ist an der Sternsingeraktion in ökumenischer Tradition auch diesmal die evangelische Gemeinde beteiligt. Doch da deren Kirchen derzeit geschlossen seien, beschränke sich die Ausgabe der Flyer auf das Gotteshaus an der Bahnhofstraße, erklärt die Pastoralreferentin. Die Nachfrage sei so groß, dass bereits einmal nachgeordert worden sei. Wenn nicht vorher alles vergriffen sei, sollen die Flyer bis Ende Januar ausliegen.

Zwischenzeitlich ist nach den Worten von Carolin Wessels auch über einen „Segen to go“ durch die Sternsinger nachgedacht worden. Dazu hätten sich Kinder an zentralen Stellen der Stadt versammelt. Doch angesichts der Pandemie-Entwicklung sei man von diesem Gedanken schnell wieder abgerückt.

Bei manchem Kind habe die Absage der üblichen Aktion natürlich zu Enttäuschung geführt, berichtet sie weiter. Aber darüber hinaus sei allseits Verständnis gezeigt worden, dass diesmal alles anders läuft.

In den anderen Teilen der katholischen Großgemeinde gibt es indes abweichende Lösungen, zum Beispiel sind in dieser Woche Ehrenamtliche unterwegs, um die Flyer in die Briefkästen der Haushalte einzuwerfen.

Doch bei allem Engagement und Einfallsreichtum, Carolin Wessels geht nicht davon aus, dass das Spendenaufkommen das Niveau der Vorjahre erreichen wird. Das Geld, das zusammenkommt, soll in die Ukraine gehen und ist bestimmt für Einrichtungen, die sich um Kinder kümmern, deren Eltern der Arbeit wegen im Ausland sind und die deshalb bei Verwandten leben. „Die Mädchen und Jungen erhalten dort unter anderem Hilfe beim Lernen, werden bei Bedarf aber beispielsweise auch psychologisch unterstützt“, erzählt Carolin Wessels.

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