Geschäftsneueröffnung dank finanzieller Hilfe des Landes
„Das Lädchen“ statt Leerstand

Lengerich -

Anfang März eröffnet die Brochterbeckerin Sandra Witte in der Bahnhofstraße zwischen Ristorante Italia und Tante Emma „Das Lädchen – Natur pur von Anfang an“. Das Geschäft in der Lengericher Innenstadt wird etwas Besonderes sein, denn es ist das erste Mal, dass in der Stadt eine Neueröffnung dank des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ zustande kommt.

Freitag, 08.01.2021, 17:58 Uhr aktualisiert: 10.01.2021, 16:26 Uhr
Sandra Witte erfuhr von Citymanager Michael Rottmann und Lengerichs Wirtschaftsförderer Jürgen Kohne (von links) vom Förderprogramm des Landes. Dank der finanziellen Unterstützung fällt die Miete für ihr neues Geschäft in der Bahnhofstraße erst einmal ziemlich niedrig aus.
Sandra Witte erfuhr von Citymanager Michael Rottmann und Lengerichs Wirtschaftsförderer Jürgen Kohne (von links) vom Förderprogramm des Landes. Dank der finanziellen Unterstützung fällt die Miete für ihr neues Geschäft in der Bahnhofstraße erst einmal ziemlich niedrig aus. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Diese Geschäftseröffnung in der Lengericher Innenstadt wird etwas Besonderes sein. Und das aus zweierlei Gründen. Zum einen, erzählen Inhaberin Sandra Witte und Lengerichs Wirtschaftsförderer Jürgen Kohne , gebe es weit und breit nichts wie „Das Lädchen – Natur pur von Anfang an“. Und zum anderen ist es das erste Mal, dass in der Stadt eine Neueröffnung dank des „Sofortprogramms zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ zustande kommt.

Wobei Sandra Witte betont, dass sie sich unabhängig von den guten Konditionen, die sie nun erhält, in Lengerich hätte ansiedeln wollen. Die 38-Jährige lebt mit Mann und drei Kindern seit vier Jahren in Brochterbeck. Als Krankenschwester arbeitete sie zuletzt im Geburtshaus in Münster, das jedoch aufgrund eines gekündigten Mietvertrages schließen muss. Dort hatte Sandra Witte 2005 „Das Lädchen“ eröffnet und nebenberuflich – „ich bin mit sechs Stunden gestartet“ – geführt. Weil die Geschäftsidee mit allerlei Dingen für Kleinkinder funktionierte, wurden die Öffnungszeiten ausgeweitet.

Für die Geschäftsfrau Grund zu beschließen, dass das Aus des Geburtshauses nicht auch das Aus für das 19-Quadratmeter-„Lädchen“ bedeuten sollte. Im Bekannten- und Kundenkreis hörte sie sich um, wohin sie gehen sollte. Tecklenburg, Ibbenbüren und Lengerich habe sie zur Auswahl gestellt, erzählt Sandra Witte. Für sie ziemlich überraschend: „Etwa 80 Prozent sagten Lengerich.“ Die gute Verkehrsanbindung sei dabei der wesentliche Grund gewesen. Dass es viele Kindergärten in der Stadt gibt, ein anderer.

Während der Suche nach der passenden Bleibe bekam sie den Tipp, sich mit dem Citymanagement in Verbindung zu setzen. Das war im vergangenen Herbst. Just zu der Zeit, als Jürgen Kohne und Citymanager Michael Rottmann in Sachen „Sofortprogramm“ aktiv waren.

Beide berichten, dass die Resonanz bei den Eigentümern positiv gewesen sei. Fünf hätten bislang ihre Bereitschaft erklärt, mitzumachen. Der passende fand sich auch für Sandra Witte. Die hat sich entschieden, Anfang März in der Bahnhofstraße zwischen Ristorante Italia und Tante Emma zu eröffnen. Holzspielzeug, Kinderbücher, Naturtextilien, Federwiegen, Lammfelle und vieles mehr will sie ihren Kunden auf 75 Quadratmetern anbieten. Das Sortiment erweitere sie nun auf Produkte für Kinder bis sechs Jahre, erklärt die 38-Jährige und fügt hinzu, dass es auch einen Wickel- und Stillbereich geben soll.

Michael Rottmann und Jürgen Kohne hoffen darauf, dass dem „Lädchen“ weitere Neueröffnungen folgen, die dank der Unterstützung durch das Land möglich werden, und dass sich auch noch mehr Eigentümer melden, die ihre Bereitschaft erklären, mitzumachen. Der Bereich, der für das Förderprogramm angemeldet wurde, umfasst ihren Worte zufolge die Fußgängerzone und einen Teil der Münsterstraße. Allerdings wollen sie den Fokus vor allem auf die Bahnhofstraße legen. Zudem verweisen sie darauf, dass es um neue Nutzungen geht, also beispielsweise ein Umzug von der einen an die andere Adresse keine Chance hat, zu profitieren.

Ansprechpartner für das Programm „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren in Nordrhein-Westfalen“ ist Citymanager Michael Rottmann (E-Mail info@lengerich-marketing.de).

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7757726?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker