Brand in Obdachlosenunterkunft
Feuerwehr rettet Bewohner

Lengerich -

In Lengerich hat es in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch in einer Obdachlosenunterkunft gebrannt. Die Feuerwehr rettete zehn Bewohner. Fünf von ihnen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden.

Mittwoch, 13.01.2021, 11:00 Uhr aktualisiert: 13.01.2021, 12:34 Uhr
Brand in Obdachlosenunterkunft: Feuerwehr rettet Bewohner
Foto: Fritzemeier

Zu einem Brand in einem Wohngebäude an der Straße Aakämpe ist die Feuerwehr Lengerich in der Nacht von Dienstag gerufen worden. Das Feuer hatten Bewohner um kurz nach 1 Uhr gemeldet. Fünf Menschen mussten mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung ins Krankenhaus gebracht werden. Die Ursache, die zu dem Feuer führte, steht nach Angaben der Polizei noch nicht fest. Ein Teil des Gebäudekomplexes, der von der Stadt als Unterkunft für wohnungslose Personen genutzt wird, sei momentan unbewohnbar, bilanzierte Martin Pogrifke , Fachdienstleiter Ordnung und Sicherheit, am Mittwochmorgen.

Beim Eintreffen der Rettungskräfte riefen bereits Bewohner von Fenstern aus um Hilfe. Daraufhin löste Einsatzleiter Stefan Lauxtermann Großbrandalarm mit dem Zusatz Personen in Gefahr aus. Erschwert wurde die Arbeit der Feuerwehr durch Glätte auf den Straßen während der Anfahrt. In dem betroffenen Gebäude stand ein Wohnraum im Erdgeschoss in Brand. Da zehn Personen in dem Haus gemeldet waren, wurden mehrere Rettungswagen sowie Notarzteinsatzfahrzeuge und ein Rettungshubschrauber alarmiert. Neun Personen konnten durch das Treppenhaus gerettet werden, eine musste über eine Leiter aus dem ersten Obergeschoss befreit werden. Das Feuer konnte schnell gelöscht, ein Übergreifen der Flammen auf weitere Zimmer verhindert werden.

Die Kriminalpolizei hat den Brandort beschlagnahmt und die Ermittlungen zur Brandursache aufgenommen. Da nicht nur das betroffene Zimmer, sondern der gesamte Gebäudeteil momentan nicht genutzt werden können, würden die betroffenen Bewohner anderweitig untergebracht, so Martin Pogrifke. Das hintere Haus sei hingegen weiter bewohnbar. Da jedoch das Gas abgestellt werden musste, habe man dort Heizlüfter aufgestellt.

Insgesamt waren in der Nacht 50 Einsatzkräfte vor Ort.

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