Premiumwanderweg „Canyon Blick“
Pfade sind in einem „erbärmlichen Zustand“

Lengerich -

Immer wieder gibt es Kritik am Zustand der Wanderwege im Teutoburger Wald. Jetzt ist der „Canyon Blick“ in den Fokus geraten, WN-Leser kritisieren einen „erbärmlichen Zustand“ des Premiumwanderweges. Wer ist verantwortlich?

Donnerstag, 28.01.2021, 17:07 Uhr aktualisiert: 29.01.2021, 13:10 Uhr
In der Kritik ist unter anderem das Wegstück des „Canyon Blick“ parallel zur Tecklenburger Straße.
In der Kritik ist unter anderem das Wegstück des „Canyon Blick“ parallel zur Tecklenburger Straße. Foto: Michael Baar

Die Wege in einem erbärmlichen Zustand mit vielen Stolperfallen in Form von Löchern, der Pfad parallel zur Tecklenburger Straße schräg und dabei, zuzuwachsen, Bänke in desolatem Zustand, ebenso die Mülleimer. Beschwerden zum Premium-Wanderweg „Canyon Blick“-Schleife laufen immer wieder in der WN-Redaktion auf, so wie jetzt wieder.

An Verbesserungsvorschlägen mangelt es dabei nicht. Auf die Wege sollte mal „ordentlich Mulch“ gekippt werden, damit die Löcher verschwinden. Der schmale Pfad an der Tecklenburger Straße sollte begradigt werden. Und die Büsche, die auf die Wege ragen, müssten beschnitten werden.

Ganz so einfach ist die Sache aber nicht zu regeln. Denn für einen Premiumwanderweg wie den „Canyon Blick“ gibt es Vorgaben, damit diese Zertifizierung überhaupt vergeben wird. Dazu gehört beispielsweise die Naturbelassenheit. Dass die Pfade der Canyon-Schleife gerade im Winter bei feucht-kalter Witterung für unfreiwillige Rutschpartien geradezu prädestiniert sind, erklärt sich aus dem Untergrund: Kalkstein. Der gleicht in feuchtem Zustand einer Schmierseifen-Bahn.

„Mulch ist keine Lösung“, sagt Martin Pogrifke . Wenn auf der Canyon-Schleife viele Wanderer unterwegs seien, „hält der nicht mal eine Woche“. Zuständig für die Instandhaltung ist der Baubetriebshof der Stadt Lengerich im Auftrag der Touristik, erläutert der Fachdienstleiter Sicherheit und Ordnung der Stadtverwaltung. Von diesem Team würde die Schleife regelmäßig angefahren und auch die Mülleimer würden geleert.

Im vergangenen Jahr sind einige wenige Stellen des Premiumwanderweges mit Schotter ausgebessert worden. Doch auch für dessen Verwendung gibt es Grenzen. Darauf hat Alexia Finkeldei, Geschäftsführerin des Tecklenburger Land Tourismus, damals im Gespräch mit den WN hingewiesen.

Bezüglich des schmalen Pfades parallel zur Tecklenburger Straße sieht Martin Pogrifke keine Möglichkeit, etwas zu verändern. „Der Weg war immer schon schmal und schräg“, verweist er gegenüber den Westfälischen Nachrichten auf die Topografie. Wenn im Winter weniger Leute unterwegs sind als im Sommer, erobere sich die Natur halt ihren Platz zurück – und rage auch mal auf die Wege in Form von Ästen und Ranken.

Matsch und andere Unannehmlichkeiten gehören in dieser Jahreszeit dazu, wenn man im Teuto wandere, stellt der Fachdienstleiter nüchtern fest. Oder, wie es Alexia Finkeldei gesagt hat: Schuhwerk, dass an den Untergrund angepasst ist, sollte für Erholungsuchende eine Selbstverständlichkeit sein.

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