Dyckerhoff-Ampel: Umstellung erfolgt am Montag
Grün und Rot auf 99 Seiten abgearbeitet

Lengerich -

Umfangreich waren die Vorarbeiten, nun soll es am Montag so weit sein: Die Ampelschaltung an der Zufahrt zum Dyckerhoff-Werk wird umgestellt und soll dann Fußgänger- und Fahrradfahrer-freundlicher werden.

Samstag, 06.02.2021, 13:48 Uhr aktualisiert: 06.02.2021, 13:50 Uhr
Rot soll es für Fußgänger und Radfahrer an der Dyckerhoff-Werkeinfahrt nur noch geben, wenn Lkw dort herein- oder herausfahren.
Rot soll es für Fußgänger und Radfahrer an der Dyckerhoff-Werkeinfahrt nur noch geben, wenn Lkw dort herein- oder herausfahren. Foto: Paul Meyer zu Brickwedde

Drei Monate ist es her, dass die Grünen im Stadtrat auf die Ampel an der Zufahrt zum Dyckerhoff-Werk zu sprechen kamen. Ihr Ansinnen: Die Schaltung sollte Fußgänger- und Radfahrer-freundlicher werden. Was da in der Lokalpolitik noch nicht bekannt war: An dem Thema wurde von den Verantwortlichen bereits seit Wochen gearbeitet. Sichtbar getan hat sich bis heute indes nichts. Allerdings soll sich das in der kommenden Woche ändern.

Die Sache sei komplex und dauere wesentlich länger, als sie gehofft und zunächst auch gedacht habe, sagt Steffi Fischer , bei Dyckerhoff zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit. Erst am Donnerstag habe sie ein überarbeitetes Konzept von der mit der Aufgabe betrauten Firma bekommen. „Das ist 99 Seiten dick. Vier Seiten Text, der Rest sind Signalzeitenpläne.“ Ein erstes Konzept sei zwischenzeitlich an den Kreis gegangen, der der zuständige Straßenlastträger ist. Fischer sagt, dass es schließlich auch um Verkehrssicherheit gehe, da könne Dyckerhoff nur in Zusammenarbeit mit den Behörden tätig werden.

Und weil der Kreis einige Anmerkungen hatte, mussten die ins Konzept eingearbeitet werden, was nun passiert sei. Zudem habe es mit den Beteiligten, zu denen auch die Stadt gehört, vor Ort Treffen gegeben. „In Corona-Zeiten ist selbst das nicht ganz einfach“, beschreibt Fischer die Hürden, die zur Lösung des Problems genommen werden müssen.

Nach Angaben der Stadt soll die Umstellung am kommenden Montag über die Bühne gehen. Gegen 9 Uhr werde es losgehen, die Ampel sei dann für rund drei Stunden ausgeschaltet.

Womöglich ist selbst danach das letzte Wort in Sachen Ampelschaltung noch nicht gesprochen. Die wesentliche Änderung, die vor genommen werden soll, betrifft die Fußgänger und Radfahrer. Bislang müssen die vor dem Überqueren der Werkeinfahrt erst den Ampelknopf drücken und auf Grün warten. Die Grünphase reicht bei Fußgängern gerade einmal, um bis zur Mittelinsel zu gelangen. Dann heißt es wieder warten. Für Lkw, die aus Richtung Hohne kommend zum Zementhersteller abbiegen, gilt hingegen Dauergrün – wenn es nicht durch Radler oder Fußgänger unterbrochen wird. In Zukunft soll es genau umgekehrt funktionieren.

Das jedoch könnte dazu führen, dass es vermehrt zu Rückstaus auf der Abbiegespur für Lkw kommt, die teilweise bis auf die Geradeaus-Spur auf der Lienener Straße zurückreichen. Die bilden sich nach den Worten von Fischer zum Beispiel ab und an dann, wenn Lastwagen auf der Waage bei Dyckerhoff stehen oder sie genauer kontrolliert werden müssen, weil sie nicht zu den „Stammgästen“ im Werk gehören. Die Sprecherin kündigt an: „Die Entwicklung werden wir sicher beobachten.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7802639?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker