Elf Menschen mit britischer Corona-Mutante infiziert
Kurzfristige Absage des Impftermins in Helios-Klinik

Lengerich -

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Lengerich steigt. Bei elf Personen ist die britische Mutante B.1.1.7 nachgewiesen worden.

Mittwoch, 17.02.2021, 17:40 Uhr aktualisiert: 18.02.2021, 16:58 Uhr
Impfung gegen das Coronavirus.
Impfung gegen das Coronavirus. Foto: Dominik Rose

Die Zahl der mit dem Coronavirus infizierten Menschen in Lengerich steigt weiter. Am Mittwoch befanden sich nach Angaben des Kreises Steinfurt 20 Personen in Quarantäne. Auch die britische Mutante des Virus (B.1.1.7) breitet sich in der Stadt weiter aus. Nach Auswertung der am Wochenende entnommenen Proben in der Helios-Klinik hat sich herausgestellt, dass elf Menschen damit infiziert sind. Das bestätigt Janine Koop auf Nachfrage der Westfälischen Nachrichten. Gestern wurden zehn Infizierte auf der Isolierstation, ein Corona-Patient auf der Intensivstation behandelt.

Energisch widerspricht die für Öffentlichkeitsarbeit in der Klinik zuständige Mitarbeiterin in der Stadt kursierenden Gerüchten, dass 300 im Haus an der Martin-Luther-Straße gemachte Tests auf das Coronavirus nicht verwertbar gewesen seien. „Alle Abstriche vom Wochenende, knapp 100, sind ordnungsgemäß an das Labor geschickt worden. Davon waren zwei Proben nicht verwertbar und mussten wiederholt werden“, stellt sie dazu fest. Diese Ergebnisse liegen vor, lediglich einige Sequenzierungsergebnisse – Untersuchungen, um welche Variante des sich handelt – würden noch ausstehen.

Der Kreis Steinfurt bestätigt, dass im Rahmen des Flächentests auch entlassene Patienten kontaktiert und eine Untersuchung am Abstrichcontainer durchgeführt wurde. Patienten, die nicht zum Container kommen können, werden vom Gesundheitsamt für einen Abstrich nach RKI-Vorgaben aufgesucht, teilt Pressesprecherin Kirsten Weßling auf Nachfrage mit. Mit dem Coronavirus in der Firma Froneri in Osnabrück infiziert haben sich 24 Personen aus dem Kreis Steinfurt.

Bestätigt hat Janine Koop den Vorwurf eines WN-Lesers, dass die für den 20. Januar geplanten Impfungen von Mitarbeitern der Helios-Klinik kurzfristig abgesagt werden mussten und dabei kein neuer Termin genannt wurde. Hintergrund sei, dass die Klinik am 19. Januar um 21.31 Uhr vom Gesundheitsministerium NRW über den Kreis Steinfurt informiert worden sei, dass bis zum 31. Januar nicht ausreichend Impfstoffe zur Verfügung stehen werden. „Deshalb konnten wir den bei uns geplanten Impftermin am 20. Januar nicht einhalten“, erläutert sie gegenüber den WN.

Die entsprechenden Mitarbeitenden, die am 20. Januar hätten geimpft werden sollen, seien an dem Tag darüber informiert worden. „Wir haben bedauert, dass das so kurzfristig erfolgt ist, haben aber auch darauf hingewiesen, dass wir als Klinik keinen Einfluss auf diese Entwicklung haben“, beschreibt sie das Vorgehen. Grund für die Absage sei gewesen, dass die bestellten Impfstoffe nicht geliefert werden konnten. Vom Kreis sei lediglich mitgeteilt worden, dass ab dem 1. Februar wieder Impfstoff zur Verfügung stehen werde. „Ein konkretes Datum für den Impfstart an der Helios-Klinik erhielten wir da noch nicht“, verweist Janine Koop darauf, dass deshalb den Mitarbeitenden zu dem Zeitpunkt kein konkreter Ersatztermin für die Impfung mitgeteilt werden konnte.

Dass am 1. Februar in der Klinik geimpft werden könne, habe der Kreis am Freitag, 29. Januar, um 23.15 Uhr mitgeteilt. Daraufhin habe das interne Impfteam alles vorbereitet, sodass am 1. Februar geimpft werden konnte.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7825228?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker