Friedel Snethkamp initiiert virtuelle Typisierungsaktion für die DKMS
Ganz einfach: „Lengerich hilft“

Lengerich -

Friedel Snethkamp „Mister DKMS“ in Lengerich zu nennen, ist nicht übertrieben. 2352 Menschen hat er dafür begeistert, sich für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei typisieren zu lassen. 21 von denen haben durch eine Stammzellenspende einem Kranken eine neue Lebenschance gegeben. Doch in Corona-Zeiten finden keine Typisierungsaktionen statt. Jetzt setzt Friedel Snethkamp auf den virtuellen Weg.

Montag, 22.02.2021, 15:58 Uhr aktualisiert: 23.02.2021, 16:15 Uhr
Hoffen gemeinsam auf viele Mitstreiter bei der virtuellen Typisierungsaktion: Initiator Friedel Snethkamp (rechts) und Bürgermeister Wilhelm Möhrke.
Hoffen gemeinsam auf viele Mitstreiter bei der virtuellen Typisierungsaktion: Initiator Friedel Snethkamp (rechts) und Bürgermeister Wilhelm Möhrke. Foto: Michael Baar

Schnee und Eis, zweistellige Minusgrade – für Friedel Snethkamp kein Grund, in seinem Engagement für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei auch nur ein Fitzelchen nachzulassen. Auch wenn die Corona-Pandemie die Typisierungsaktionen, wie sie in den vergangenen Jahren üblich waren, verhindert: „Auch in Zeiten von Corona dürfen wir andere Krankheiten, beispielsweise Blutkrebs, nicht vergessen“, sagt der Lengericher.

Eigentlich hätte im vergangenen Jahr bei der Frühjahrsschau „Intrup macht mobil“ die 27. von ihm initiierte Typisierungsaktion stattfinden sollen. Daraus ist nichts geworden. Und auch für das laufende Jahr vermag er sich nicht vorzustellen, dass eine Typisierungsaktion durchgeführt werden kann.

Der Titel ‚Lengerich hilft‘ bedeutet nicht, dass er sich nur auf die Stadt bezieht.

Friedel Snethkamp

Was Friedel Snethkamp nicht dazu verführt hat, die Hände – wenn auch vielleicht nur vorübergehend – in den Schoß zu legen. Er hat, in Zusammenarbeit mit der DKMS, eine virtuelle Aktion auf den Weg gebracht. „Wenn die potenziellen Spender nicht zur Typisierungsaktion kommen dürfen, kommt das Registrierungsset halt zu ihnen nach Haus“, beschreibt er das Prozedere. Und damit die Aktion einen griffigen Namen hat, ist er auf den Titel „Lengerich hilft“ gekommen. Wobei er großen Wert darauf legt, dass sich diese Aktion nicht nur auf die Stadt beschränkt, sondern die umliegenden Kommunen ausdrücklich eingeschlossen sind.

Denn seine seit 2005 organisierten Typisierungsaktionen haben nicht nur in Lengerich stattgefunden. Insgesamt 2352 Frauen und Männer im Alter zwischen 17 und 55 Jahren haben daran teilgenommen. Aus diesem Personenkreis sind inzwischen 21 Spender ermittelt worden, die mit ihren Stammzellen einem an Leukämie erkrankten Mitmenschen eine neue Lebenschance gegeben haben.

Erste Typisierungsaktion im Jahr 2005

Eines freut Friedel Snethkamp besonders: Mit seiner Aktion betritt er Neuland bei der DKMS. Es ist nicht die erste virtuelle Aktion, aber Premiere für solch ein Vorhaben für eine Stadt. Denn Friedel Snethkamp hat Bürgermeister Wilhelm Möhrke mit ins Boot geholt. Der hat sich nicht nur fotografieren lassen, sondern spontan eine Spende von 50 Euro für die Deutsche Knochenmarkspenderdatei versprochen. Für eine Typisierung ist Wilhelm Möhrke nicht mehr jung genug.

So geht‘s

Auf der Internetseite der Deutschen Knochenmarkspenderdatei erfahren Interessierte, wenn sie den Button „Spender werden“ anklicken, ob sie für eine Stammzellenspende in Frage kommen. Die Aktion „Lengerich hilft“ lässt sich auf der DKMS-Internetseite über die Suchfunktion finden. Es kann allerdings ein paar Tage dauern, bis der entsprechende Link freigeschaltet worden ist.

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