Impfung von Erzieherinnen und Erziehern
Vorfreude auf den Piks

Lengerich -

Die Freude sei groß, versichern Bernadette Wiegand und Arnd Rutenbeck unisono. Zu den Gruppen, die nun mit der Impfung an der Reihe sind, gehören unter anderem die Beschäftigten in Kindertagesstätten. Wiegand, Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbandes Tecklenburger Land, und Rutenbeck, Geschäftsführer des Kindertagesstättenverbundes des evangelischen Kirchenkreises, sagen, die Impfbereitschaft sei groß.

Donnerstag, 04.03.2021, 18:12 Uhr aktualisiert: 05.03.2021, 16:55 Uhr
Die Landesregierung hat am Montag in Person von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mitgeteilt, dass unter anderem den Kita-Belegschaften ein Impfangebot gemacht werden soll.
Die Landesregierung hat am Montag in Person von Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann mitgeteilt, dass unter anderem den Kita-Belegschaften ein Impfangebot gemacht werden soll. Foto: picture alliance / dpa

Die Freude sei groß. Das versichern Bernadette Wiegand und Arnd Rutenbeck unisono. Am Montag hatte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann den weiteren Impfplan des Landes vorgestellt. Zu den Personengruppen, die nach vorne gerückt und nun dran sind, gehören unter anderem die Beschäftigten in Kindertagesstätten. Wiegand, Vorstandsvorsitzende des DRK-Kreisverbands Tecklenburger Land, und Rutenbeck, Geschäftsführer des Kindertagesstättenverbundes des evangelischen Kirchenkreises, sprechen angesichts dieser Nachricht nicht nur von der Freude unter den Erzieherinnen und Erziehern, sondern auch von einer sehr hohen Impfbereitschaft.

DRK und Kirchenkreis gehören in der Region zu den großen Kita-Trägern. Sie betreiben in Lengerich zusammen sieben der 16 Einrichtungen, im gesamten Tecklenburger Land sind es 39. Da wartet nun organisatorische Arbeit, um das Impfen vorzubereiten. „Seit Dienstagmittag mache ich nichts anderes mehr“, berichtet Arnd Rutenbeck. „Das hat nun absolute Priorität, dafür lassen wir alles andere stehen und liegen.“ Er wie auch Bernadette Wiegand versichern aber, dass die Aufgabe zu stemmen sei. Die DRK-Frau sagt sogar, dass am Donnerstag bereits die ersten zum Impfen am FMO gewesen seien. Genauso schnell soll es auch für einige AWO-Erzieherinnen aus Lengerich gegangen sein – und das, obwohl Minister Laumann vom 8. März, also kommenden Montag, als Starttermin für die Kita-Belegschaften sprach.

Das Prozedere im Vorfeld läuft bei Kirchenkreis und DRK unterschiedlich ab. Arnd Rutenbeck erklärt, dass jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter einen Impfberechtigungs-Nachweis des Arbeitgebers bekomme und dann selbst einen Termin am FMO vereinbaren könne. Beim DRK, so Bernadette Wiegand, werde die Vergabe über die jeweilige Einrichtungsleitung koordiniert. Sichergestellt werden soll in beiden Fällen, dass der Betrieb in den Kitas durchgehend normal weiterläuft. Selbst dann, wenn es nach dem Impfen zu Nebenwirkungen kommen sollte und Beschäftigte deshalb ausfallen.

Rutenbeck schätzt aufgrund der Rückmeldungen, die er bekommen hat, dass an die 90 Prozent der Erzieherinnen und Erzieher der evangelischen Kindergärten beim Impfen dabei sein werden. Bernadette Wiegand nennt keine konkrete Zahl, spricht aber von „ganzen Teams“, die bereits signalisiert hätten, sich den Piks setzen zu lassen. Und sie glaubt, dass sich eine „Gruppendynamik“ entwickelt hin zu einer hohen Quote.

Dass es berechtigt und sinnvoll ist, die Berufsgruppe nach vorne zu ziehen und ihr schon jetzt ein Impfangebot zu machen, daran lassen die beiden Verantwortlichen keinen Zweifel aufkommen. Im Kindergarten-Alltag sei es einfach unmöglich, immer und überall die Corona-Regeln einzuhalten, betonen die Vorstandsvorsitzende und der Geschäftsführer. „Was wollen sie denn machen, wenn ein zweijähriges Kind weinend zu ihnen kommt“, stellt Bernadette Wiegand eine rhetorische Frage.

Und Arnd Rutenbeck untermauert seine Einschätzung erneut mit Zahlen. Bis Weihnachten habe es bereits in einem Drittel der Kitas des Kirchenkreises Corona-Fälle gegeben. Betroffen gewesen seien auch Mitarbeiter. „Es war zwar in keinem Fall lebensbedrohlich, aber es hat schon schwerere Verläufe gegeben.“ Die gute Nachricht: 2021 sei man bislang verschont geblieben. Die Impfungen dürften dazu beitragen, dass diese positive Entwicklung weiter anhält.

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