Rotkehlchen ist „Vogel des Jahres 2021“
Ein eifriger Sänger

Tecklenburger Land -

Der Gesang kommt aus Hecken und Büschen, wenn das Rotkehlchen seine Stimme erhebt. Jetzt ist der kleine Piepmatz zum „Vogel des Jahres 2021“ gewählt worden.

Montag, 29.03.2021, 16:38 Uhr aktualisiert: 30.03.2021, 16:54 Uhr
Das Rotkehlchen ist „Vogel des Jahres 2021“.
Das Rotkehlchen ist „Vogel des Jahres 2021“. Foto: Felix Büscher

Wie der Naturschutzbund Deutschland (Nabu) auf seiner Internetseite mitteilt, wurde das Rotkehlchen jetzt zum „Vogel des Jahres 2021“ gewählt. Mit der Wahlbotschaft „Mehr Gartenvielfalt“ hat das Rotkehlchen den Sieg eingeflogen, schreibt der NABU dazu.

Mehr als 455 000 Menschen haben sich an der Wahl beteiligt, die erstmalig öffentlich abgehalten wurde. Mit 59 267 Stimmen lag das Rotkehlchen knapp vor der Rauchschwalbe und dem Kiebitz. Das Rotkehlchen war bereits 1992 Vogel des Jahres. Der sympathische kleine Vogel ist hierzulande äußerst beliebt und gegenüber den Menschen oft sehr zutraulich. Er lebt in Wäldern, Hecken und Büschen, aber auch immer öfter in Gärten und Parkanlagen.

Der Gesang des Rotkehlchens ist bereits früh am Morgen zu hören. Noch vor Sonnenaufgang erklingt die Stimme des Frühaufstehers. Wenn am Abend viele Vögel bereits schlafen, singt das Rotkehlchen meist noch ein paar Strophen von den Baumspitzen.

Auf seinem Speisezettel stehen Käfer, Ameisen, Raupen und sogar Blattläuse sowie viele Fluginsekten und so weiter. Aber auch Beeren und Früchte verschmäht es nicht. Im April beginnt die Brutzeit. Es können im Jahr bis zu zwei Bruten sein. Die Nester werden vorwiegend in Gestrüpp, Büschen, Erdlöchern und Gras am Boden gebaut. Darin legt das Weibchen bis zu sieben gelbliche Eier, die es etwa 14 Tage bebrütet. Nach gut zwei Wochen verlassen die Jungen das Nest. Das Brutgebiet des Rotkehlchens erstreckt sich ungefähr von der Mitte Europas bis nach Sibirien.

Der beliebte, spatzengroße Singvogel kommt noch sehr häufig vor und ist momentan in seinem Bestand nicht gefährdet. Dennoch befürchtet man, dass langfristig mit einer Abnahme zu rechnen ist. Grund dafür sollen die intensive Landwirtschaft und der Rückgang von geeignetem Lebensraum sein.

Kaum zu glauben ist, dass der Vogel in Südeuropa während des Vogelzugs immer noch bejagt wird. Er gilt dort als Delikatesse.

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