Neuntklässler der Realschulen
Klasse wiederholen bereitet Kopfzerbrechen

Lengerich -

Wohin mit den Neuntklässlern der beiden Realschulen, die das Schuljahr wiederholen möchten oder müssen? Es sind die letzten Jahrgänge der auslaufend gestellten Schulen. Eine Lösung zu finden, erscheint nicht einfach.

Mittwoch, 28.04.2021, 16:40 Uhr aktualisiert: 29.04.2021, 11:02 Uhr
Die Bonhoeffer-Realschule Lengerich.
Die Bonhoeffer-Realschule Lengerich. Foto: Michael Baar

Die Friedrich-von-Bodelschwingh-Realschule und die Dietrich-Bonhoeffer-Realschule entlassen in diesem Jahr ihre vorletzten Jahrgänge. Im nächsten Jahr laufen die beiden Schulen aus. Jetzt ist in der Sitzung des Schulausschusses am Dienstagabend unversehens die Frage aufgetaucht, was mit Neuntklässlern passiert, die entweder die Versetzung nicht schaffen oder aber – aufgrund der schwierigen Unterrichtslage in der Corona-Pandemie – das neunte Schuljahr wiederholen möchten, um einen guten Abschluss zu erreichen?

Klaus Reiher ( CDU ) berichtet, das er von Eltern mit genau diesen Fragen angesprochen worden sei. Eine zufriedenstellende Antwort hat er nicht erhalten. „Wir stehen in Gesprächen mit den Schulleitungen und der Schulaufsicht“, berichtet Jörg Hesselmann. Der Verwaltung und auch den Schulen sei das Problem bewusst: Die betreffenden Schülerinnen und Schüler könnten nicht an ihrer Schule verbleiben, weil es im nächsten Schuljahr keine neunten Jahrgangsstufen mehr gebe. „Es gibt keinen Unterbau mehr“, fasst der Fachdienstleiter Schule die Schwierigkeit kurz und knapp zusammen.

„Wir suchen gemeinsam nach einer Lösung“, beschreibt er die aktuelle Situation. Derzeit sei zudem noch nicht geklärt, für wie viele Neuntklässler eine Antwort gefunden werden müsse. Das sei in den nächsten Tagen mit den Schulleitungen zu klären.

Ein Hindernis rechtlicher Natur bestehe darin, „dass Neuntklässler nicht in einer andere Schulform wechseln dürfen“. Was eine Gesamtschule, eine Sekundarschule und ein Gymnasium zunächst ausschließt. Doch hier besteht Hoffnung. „Wir haben Kontakt zur Bezirksregierung aufgenommen und kein kategorisches ‚Nein‘ zu einem denkbaren Wechsel zur Gesamtschule erhalten“, berichtet Jörg Hesselmann. Die beiden nächstgelegenen Realschulen sind in Greven und Ibbenbüren, beide nach Anne Frank benannt.

Das letzte Wort sei allerdings noch nicht gesprochen. „Das hängt auch davon ab, wie viele Schülerinnen und Schüler es letztlich sind.“ Und da wird gerade gezählt.

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