Genügend Interessenten für Mitarbeit in Behindertenbeirat?
Workshop soll Klarheit bringen

Lengerich -

Wie groß das Interesse an einer Mitarbeit in einem Behinderten- beziehungsweise Inklusionsbeirat ist, soll mit einem Workshop geklärt werden. Darauf hat sich der Sozialausschuss verständigt.

Donnerstag, 29.04.2021, 17:27 Uhr aktualisiert: 29.04.2021, 17:41 Uhr

Erhält die Stadt Lengerich einen Inklusionsbeirat? Wenn ja, als eigenständiges Gremium oder integriert in den Seniorenbeirat? Oder ist ein Inklusionsbeirat nicht erforderlich? Eine eindeutige Antwort auf diese von Andreas Kuhn formulierten Fragen, resultierend aus einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen SPD, Bündnis 90 /Die Grünen und FDP hat der Ausschuss Soziales, Generationen, Sport am Mittwochabend nicht gegeben. Dafür hat er beschlossen, dass zusammen mit der Landesarbeitsgemeinschaft (LAG) Selbsthilfe NRW ein Workshop organisiert werden soll, um das Interesse an einem Inklusionsbeirat abzuklopfen.

Welche Möglichkeiten es gibt, Inklusion zu fördern, hat Merle Schmidt zuvor erläutert. Die Leiterin des LAG-Projekts Politische Partizipation Passgenau erinnert nicht nur an die Pflicht – „Kommunen müssen die Inklusion fördern“ –, sondern zeigt in ihrem Vortrag auf, dass die Gesellschaft nicht nur „alle teilhaben lassen muss“, sondern davon auch profitiere. „Wenn die Betroffenen in die Kommunalpolitik einbezogen werden, bringt das zusätzliche Perspektiven“, berichtet sie aus ihren Erfahrungen.

Der Wille in allen vier Ratsfraktionen ist unbestritten. Allerdings hat ein erster Anlauf ein ernüchterndes Ergebnis gezeigt: Eine Interessenabfrage bei Vereinen und Verbänden ergab lediglich eine positive Rückmeldung. Hinzu kommen vier Privatpersonen, die Bereitschaft zur Mitarbeit bekundet haben. Die könnten allerdings bei einer Integration eines Inklusions- oder Behindertenbeirats in den Seniorenbeirat nicht mitwirken. Qua Satzung sind die Mitglieder des Seniorenbeirats Delegierte von Vereinen und Verbänden.

Merle Schmidt weiß aus Erfahrung, dass sowohl Senioren wie Behinderte ähnliche Bedarfe haben. „Trotzdem sehen sie sich unterschiedlich“, rät sie, beide Gruppen an einen Tisch zu bringen und zu klären, ob es einen gemeinsamen Nenner gibt. Der Workshop soll der erste Schritt in diese Richtung sein.

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/7942090?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F175%2F
Nachrichten-Ticker