Erste Arbeiten im Vorfeld des Ausbaus der Autobahn 1
Bohren für sechs Spuren

Lengerich/Tecklenburger Land -

Es sind die ersten Schritte auf dem Weg zum Ausbau auf sechs Fahrspuren. An der Autobahn 1 wird zwischen der Anschlussstelle Münster-Nord und dem Autobahnkreuz Lotte mittels Bohrungen der Baugrund erkundet.

Freitag, 30.04.2021, 18:45 Uhr aktualisiert: 30.04.2021, 18:50 Uhr
Was auf den ersten Blick drei Fahrspuren auf der Autobahn 1 bei Lengerich vermuten lässt, ist die Folge eines Unfalls, bei dem der nachfolgende Verkehr über Standspur und rechte Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde.
Was auf den ersten Blick drei Fahrspuren auf der Autobahn 1 bei Lengerich vermuten lässt, ist die Folge eines Unfalls, bei dem der nachfolgende Verkehr über Standspur und rechte Fahrspur an der Unfallstelle vorbeigeleitet wurde. Foto: Michael Baar

Im Vorfeld der Erweiterung der Autobahn A 1 zwischen der Anschlussstelle (AS) Münster-Nord und dem Autobahnkreuz (AK) Lotte/Osnabrück werden auf dem rund 40 Kilometer langen Streckenabschnitt Baugrunderkundungen durchgeführt. Insgesamt finden über 700 Bohrungen statt, um für die Umsetzung der geplanten Maßnahmen – in den Bereichen Streckenerweiterung, Bauwerke, Lärmschutzwände sowie Regenrückhalte- beziehungsweise -klärbecken – belastbare Baugrundinformationen zu bekommen. Die Arbeiten werden voraussichtlich Ende Mai 2021 abgeschlossen sein. Das geht aus einer Pressemitteilung der Deutschen Einheit Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH (Deges) hervor.

Die Baugrund-Erkundungen werden entlang der A 1 zeitgleich an verschiedenen Standorten durchgeführt. Dabei wird zwischen sechs und 25 Meter tief gebohrt. Zum Einsatz kommen Kleinbohrer, Rammkernbohrer sowie Tiefenbohrer. Begonnen wurde in Fahrtrichtung Bremen mit Bohrungen zwischen der Brücke über den Dortmund-Ems-Kanal (DEK) und der AS Greven, in Höhe der AS Lengerich sowie nördlich der DEK-Brücke laufen die Arbeiten seit vergangener Woche.

Die Deges versucht nach eigenen Angaben, die Einschränkungen für den Verkehr so gering wie möglich zu halten. Stellenweise werde es aber zu Fahrbahnverengungen kommen.

Der Beginn des Ausschreibungsverfahrens für die sechsstreifige Erweiterung der A1 einschließlich 30-jähriger Erhaltung und Betrieb als ÖPP-Projekt ist für dieses Jahr vorgesehen, Zuschlagserteilung und Baubeginn sollen 2023 folgen.

Qualität und Verfügbarkeit regeln Höhe des Entgelts

Im Sommer 2018 wurde die Deges nach eigenen Angaben beauftragt, die Erweiterung der Autobahn A 1 auf sechs Spuren zwischen Münster-Nord und dem Kreuz Lotte/Osnabrück sowie die Erhaltung und den Betrieb der Ausbaustrecke und der angrenzenden Bestandsstrecken im Gesamtabschnitt zwischen der Tank- und Rastanlage Münsterland und der Anschlussstelle Osnabrück-Hafen im Zuge eines ÖPP-Projektes (Öffentlich Private Partnerschaft) zu realisieren. Die Vertragsdauer soll 30 Jahre betragen.

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Für die Erweiterung der A 1 im genannten Streckenabschnitt liegen bestandskräftige Planfeststellungsbeschlüsse und damit Baurecht vor. Für den Ausbau der beiden Tank- und Rastanlagen Münsterland (Ost und West) laufen die Planfeststellungsverfahren.

 

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