Lienen
Weihrauch „erschmecken“ und die Bibel kennen

Sonntag, 20.04.2008, 13:04 Uhr

-mm- Lienen . Auf die Suche nach einem „Geheimnis“ machten sich am Freitag im katholischen Pfarrheim die Ministranten der Kirchengemeinde Seliger Niels Stensen. Aus Lienen, Lengerich, Ladbergen, Tecklenburg und Leeden waren sie zusammengekommen, um ein neues Spiel auszuprobieren, das vom bischöflichen Jugendamt in Münster entwickelt wurde.

So mussten die Messdiener sieben Stationen durchlaufen. Nachdem sie eine Station erfolgreich absolviert hatten, gab es mehrere Talente, die dann gegen einen Lösungshinweis eingetauscht werden konnten. Diözesanpräses Paul Greiwe, Pater Hans-Michael Hürter , Pater Varghese Payyapillyy und Domvikar Michael Ostholthoff unterstützten die Ministranten dabei. Die einzelnen Stationen wurden von Eltern betreut.

An einer Station konnten die Messdiener die Geschichte des Heiligen Tarsitius rekonstruieren. Tarsitius gehörte zur verfolgten christlichen Gemeinde in Rom und half dem Priester. Unter anderem überbrachte er den Kranken die Kommunion. Dabei wurde er von anderen römischen Jungen gestellt. Als er sich weigerte, die unter seinem Gewand versteckten Hostien zu zeigen, prügelten ihn die Jungen zu Tode. Tarsitius ist heute Schutzheiliger der Ministranten.

An einer anderen Station galt es, Weihrauch zu ertasten, erriechen und zu erschmecken. Diese Aufgabe war deshalb so schwierig, weil Weihrauch in unterschiedlichen Formen verwendet wurde. An wieder einer anderen Station konnten die Jungen und Mädchen mit ihrem Bibelwissen die begehrten Talente ergattern.

Im Rahmen des Spiels beteiligten sich die Ministranten auch an der Aktion „Meine Hand schützt Kinderseelen“, die vom bischöflichen Hilfswerk Misereor zu Gunsten aidskranker Kinder ins Leben gerufen wurde. Mit einem bunten Handabdruck auf einem weißen Blatt Papier bekundeten die Messdiener ihre Solidarität mit den weltweit 2,5 Millionen unter der Immunschwäche leidenden Kindern. „Mit der Aktion sollen die Politiker wachgerüttelt werden“, betonte Pater Hans-Michael Hürter.

Wer das heitere Treiben im Pfarrheim beobachtete, konnte sehen, wieviel Spaß die Ministranten bei der Suche nach dem Geheimnis hatten. Das neu entwickelte Spiel war offensichtlich ganz nach ihrem Geschmack.

Der Messdienernachmittag wurde mit einem Gottesdienst in der Pfarrkirche Maria Frieden beendet. Zelebrant des Gottesdienstes war Domvikar Michael Ostholthoff aus Münster.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/532859?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F700148%2F700181%2F
Nachrichten-Ticker