Lienen
Bauholz ist gefragt

Mittwoch, 01.12.2010, 23:12 Uhr

Lienen / Lengerich - Bauholz ist gefragt. Die Fichte bleibt damit der „Brotbaum“ für die Waldbauern . Das wurde während der Jahresversammlung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Lengerich deutlich. Darin haben sich Waldbauern aus Lienen und Lengerich zusammengeschlossen.

Im Landhaus Schröer kamen jüngst 30 Mitglieder zusammen. Geschäftsführer Lothar Uphoff (Lienen) erstattete den Geschäfts- und Kassenbericht. Die notwendige Anhebung der Mitgliedsbeiträge fand die einhellige Zustimmung. Nur so könnten die steigenden Kosten wie Entgelte, die an den Landesbetrieb Wald und Holz zu zahlen sind, aufgefangen werden, hieß es während des Treffens.

Die Kassenprüfung durch Ernst Schwarz und Friedel Stegemann ergab keine Beanstandung und führte zur einstimmigen Entlastung von Vorstand und Geschäftsführer. Neuer Kassenprüfer ist Manfred Dölling.

Mit 111 000 Euro Holzverkaufserlösen (2009) konnte nach FBG-Angaben eine erhebliche Steigerung gegenüber dem Vorjahr erzielt werden.

In ihrem Bericht wies Bezirksförsterin Mechthild Gretzmann (Lienen) auf einen anziehenden Holzverkauf in diesem Jahr hin. Etwa 4700 Festmeter werden wohl vermarktet. Während Fichte gefragt ist, stagniert der Absatz von Laubholz. Inzwischen orientiert sich der Preis für Buchenholz an dem von Brennholz. Die Forstbeamtin erläuterte auch den aktuellen Stand der Forsteinrichtung. Das erfolgt durch eine private Gesellschaft aus dem Sauerland.

Besondere Aufmerksamkeit fand während des Treffens der Vortrag des Landesvorsitzenden der nordrhein-westfälischen Waldbauern, Dr. Philipp Freiherr Heereman. Der Redner kam direkt aus dem Landtag in Düsseldorf, wo er dem Landtagspräsidenten den obligatorischen Weihnachtsbaum übergeben hatte.

Heeremans Eindrücke aus dem politischen Düsseldorf waren eher wenig festlich. Neue Forderungen nach mehr forstlichen Einschränkungen bis hin zum Einschlagstopp für Staatswaldflächen mit Laubholz gäben für die nachgeordneten Betriebe und für die Waldbauern „ein verheerendes Signal.“ Das weise zudem klimapolitisch in die verkehrte Richtung. Wünsche aus der EU nach „Wildnisgebieten“, so Heereman weiter, würden in Nordrhein-Westfalen als neue Form von Naturschutz auf offene Ohren treffen. Der Redner machte deutlich, dass damit dem Steuerzahler neue Belastungen drohten.

Zum Abschluss der Versammlung wünschte FBG-Vorsitzender Ernst Hörsken (Lienen) allen Mitgliedern in den kommenden Monaten eine unfallfreie Zeit bei der Arbeit im Wald. Schließlich herrsche dort jetzt Hochbetrieb.

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