Wolfgang Riesinger schreibt Roman
In Martins Taubenschlag

Lienen- Kattenvenne -

Wolfgang Riesinger ist Taubenzüchter mit Leib und Seele. Der Kattenvenner hat unter dem Titel „Der letzte Flug“ einen Roman geschrieben. Daraus liest er am 5. Dezember um 19 Uhr im Bauerncafé Kruse vor.

Freitag, 23.11.2012, 08:11 Uhr

„Der letzte Flug“: Dieser Titel gibt Rätsel auf. Handelt es sich um einen Fliegerroman? Um eine Tiergeschichte? Einen Krimi?

Wolfgang Riesinger , ein geborener Ostbeverner, kennt die Antwort. Der frühere deutsche Meister und Olympiateilnehmer siedelte seinen ersten Roman im Brieftauben-Milieu an. Im Buch „Der letzte Flug“ schreibt er über Ausdauer, Hochform, Trainingsmethoden, richtige Ernährung, Elektrolyte, Kurz- und Langstrecken, Erholungsphasen und Doping.

Und doch handelt es sich dabei, wie der Autor versichert, nicht um das noch so vielste Fachbuch, das in erster Linie Taubenfreunde anspricht. „Der Roman schließt die Lücke zwischen den Taubenfachbüchern und der belletristischen Literatur“, erklärt Riesinger selbstbewusst.

Der Autor war Ende der 60er / Anfang der 70er Jahre neben Harald Norpoth aus Telgte der beste Mittel- und Langstreckenläufer Deutschlands. Seine größten Erfolge waren der Hallenweltrekord in der 3 x 1000-Meter-Staffel (Norpoth, Kemper, Riesinger), die Teilnahme an den Olympischen Sommerspielen 1972 in München und mehrere Deutsche Meistertitel. Später war er als Sportlehrer und Trainer erfolgreich. So trainierte er fast zehn Jahre lang den 10 000-Meter-Europameister Jan Fitschen.

Vom „Taubenvirus“ wurde Wolfgang Riesinger nach eigenen Worten schon als Kind infiziert. Mit zehn Jahren trat er dem Verein „Bevertreue“ in Ostbevern bei. Später war er für einige Jahre Vorsitzender der Brieftaubenliebhaber. Schon in seiner Zeit als Leistungssportler fielen einige Entscheidungen zu Gunsten seines Taubenhobbys aus.

„Ein Taubenverrückter zieht nach Kattenvenne , lautete der Kommentar eines Nachbarn, als ich mich damals für diesen Wohnort entschieden hatte und zuerst einen Gartenschlag für meine Brieftauben errichtete, bevor ich mein Fachwerkhaus ausbaute“, erinnert sich Riesinger. Im neuen Ort feierte er dann auch weitere Erfolge.

„Vor ein paar Jahren fing ich an zu schreiben, brachte Erinnerungen, Erlebnisse, Siege und Niederlagen mit meinen Tauben zu Papier“, erzählt der Autor. „Nachdem viele Sachbücher über die Fütterung, die Abstammungen, Taubenkrankheiten und vieles mehr erschienen waren, kam mir die Idee, einen Roman zu verfassen. Den ersten Roman im Brieftaubensport-Milieu.“

„Der letzte Flug“ erzählt von Martin, einem begeisterten Brieftaubenzüchter. Zwischen diesem und zwei Brüdern entwickelt sich eine Freundschaft, die durch einen Unfall jäh beendet wird.

Die Familie der Brüder gibt Martin die Schuld. 30 Jahre später sehen sich Martin und der überlebende Bruder wieder. Dann geschehen mysteriöse und kriminelle Dinge in Martins Taubenschlag . . .

„Die Geschichte soll nicht nur Taubenzüchter unterhalten. Es handelt sich dabei um eine Botschaft, die mit Leben gefüllt ist“, sagt Wolfgang Riesinger.

 

| www.der-letzte-flug.de

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