Insolvenzverfahren eröffnet
Was wird aus Kattenvennes Bürgerhalle?

Lienen-Kattenvenne -

Das Schicksal der Kattenvenner Bürgerhalle ist ungewiss. Inzwischen hat das Amtsgericht Münster das Insolvenzverfahren eröffnet. Insolvenzverwalter Stefan Meyer versucht eine Gesamtlösung zu erreichen. Es gibt Gespräche mit der Kommune, den Gesellschaftern und interessierten Bürgern.

Freitag, 25.01.2013, 13:01 Uhr

Das Schicksal der Kattenvenner Bürgerhalle ist nach Eröffnung der Insolvenz ungewiss.
Das Schicksal der Kattenvenner Bürgerhalle ist nach Eröffnung der Insolvenz ungewiss. Foto: -ws-

Was wird aus der Bürgerhalle ? Diese Frage bewegt die Gemüter im Dorf. Am 17. Januar hat das Amtsgericht Münster „wegen Zahlungsunfähigkeit“ das Insolvenzverfahren eröffnet.

Zum Insolvenzverwalter ist Rechtsanwalt Stefan Meyer ernannt worden. Die Gläubigerversammlung ist auf den 11. März festgesetzt worden.

Fehlende Einnahmen, Lärmschutz und Reparatur-Stau haben zu der unschönen Entwicklung geführt. Bereits im Sommer vergangenen Jahres ist Insolvenzantrag gestellt worden.

Inzwischen führt der Münsteraner Rechtsanwalt Gespräche mit der Gemeinde, den beiden Gesellschaftern und verschiedenen Bürgern. „Der Fokus ist gerichtet auf eine Gesamtlösung, die die teilweise sehr unterschiedlich gelagerten Interessen der Beteiligten sachgerecht ausgleicht“, sagt Stefan Meyer auf Anfrage.

Es gibt offenbar Interessenten, die die Bürgerhalle kaufen, modernisieren und später weiter betreiben wollen. Aber: Bauordnungsrechtliche Faktoren spielen eine gravierende Rolle. Meyer: „Insbesondere Genehmigungsfragen in Hinblick auf die Art und Weise der zukünftig möglichen Verwendung der Bürgerhalle stehen im Mittelpunkt der derzeitigen Diskussionen.“ Ein Ergebnis gibt es noch nicht.

Gesellschafter der Bürgerhalle GmbH sind der Schützenverein Kattenvenne von 1900 und der Turnverein Kattenvenne (TVK). 1972 ist das Gebäude von den Dorfbewohnern in einer beispiellosen Aktion errichtet worden – Kattenvennes größte Bürgerinitiative.

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