Feuerwehr Lienen probt den Ernstfall
Chlorgasaustritt am Hallenfreibad

Lienen -

Ein vermisster Bademeister nach Arbeiten an der Schwimmbadtechnik des Lienener Hallenfreibades und der Austritt von Chlorgas. So gestaltete sich am Wochenende das Szenario bei der Übung der Lienener Wehr. Auch die First Responder waren im Rahmen des Übungstages unterwegs und probten den Ernstfall.

Montag, 03.06.2013, 07:06 Uhr

Zuschauer in Badehosen – für die Lienener Feuerwehrleute am Samstag wahrscheinlich ungewöhnlicher als der eigentliche Einsatz. Kleine und große Feuerwehr-Fans hatten sich pünktlich zum Beginn der Übung um 16.30 Uhr am Hallenfreibad versammelt.

Das Szenario war tückisch: Der Bademeister wurde nach Arbeiten im Technikbereich des Schwimmbads vermisst. Das Austreten hochgiftigen Chlorgases wurde durch eine Nebelmaschine simuliert, die besonders bei den jüngsten Zuschauern für einiges Aufsehen sorgte. Zusätzlich gab es sechs Verletzte im Außenbereich, die nach Kontakt mit den giftigen Dämpfen möglichst zügig geborgen werden mussten. Auch die Feuerwehrleute konnten sich dem Einsatzort nur mit Atemschutzmasken und Schutzanzügen nähern.

Zum Erfolg der Übung trugen besonders gute Planung und Organisation bei, wie sie auch im Ernstfall von größter Bedeutung sind. So wurden das Schwimmbadgelände sowie der Ablauf der Rettungsaktion in drei Abschnitte eingeteilt: Menschenrettung, Dekontamination und medizinische Rettung. Über 40 Feuerwehrleute der Lienener Wehr und jeweils sechs Mitglieder des Deutschen Roten Kreuz und der Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft Lienen nahmen an dieser Probe des Ernstfalls teil.

Doch die ersten Übungen hatten bereits am frühen Morgen stattgefunden: Die „First Responder“, die Ersthelfer-Gruppe der Feuerwehr Lienen, die für die Erstversorgung vor Eintreffen des Rettungsdienstes zuständig ist, probten in Dreiergruppen verschiedene Szenarien. Die Freiwilligen wurden mit Situationen wie einem Sturz von einer Leiter aus fünf Metern Höhe, einer Reanimation auf einer öffentlichen Toilette oder einem Verkehrsunfall mit einem Pkw konfrontiert.

Bis zum Eintreffen des DRK Lengerich mussten die Opfer versorgt und betreut werden. Außerdem wurden die Unfallstellen für das DRK bestmöglich vorbereitet. Die Lengericher führten die Übungen dann zu Ende, sodass hier gleich die Kooperation der beiden Teams geprobt wurde.

Den glücklichen Ausgang aller Übungen und neue Aspekte der gespielten Szenen wurden abends im Feuerwehrhaus besprochen. Gut gerüstet für den nächsten Einsatz und als Team gestärkt, verabschiedeten sich die Männer und Frauen in einen verdienten Grillabend als gemütlichen Ausklang.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/1692652?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F1782915%2F1820042%2F
Transparent am Dom
Ein riesiges Transparent hatten Unbekannte passend zum Wochenmarkt am Dom-Gerüst befestigt.
Nachrichten-Ticker