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Raseneisenerz: Studenten hoffen auf Hilfe

Lienen-Kattenvenne -

Eisengewinnung in Kattenvenne? Diese Vorstellung mutet zunächst einmal recht fragwürdig an – und doch hat sie einen realen historischen und geologischen Hintergrund. In dem kleinen Ort wurde nachweislich seit dem 19. Jahrhundert das sogenannte Raseneisenerz abgebaut und in den nahe gelegenen Eisenwerken (Gravenhorst, Georgsmarienhütte) verhüttet.

Samstag, 28.06.2014, 09:06 Uhr

Unter Raseneisenerz oder -stein versteht man durch Eisenminerale verfestigte Ablagerungen im Boden. Die Eisenminerale gehen dabei vorwiegend mit Sand, Ton und Schluff, manchmal auch Kies, aber auch mit Torf eine Verbindung ein. Und an Torf war das „Katzenmoor“ Kattenvenne seit jeher reich.

Dem geologischen Phänomen Raseneisenerz in Kattenvenne sind zwei junge Forscher auf der Spur. Schon seit einigen Wochen kann man die beiden Osnabrücker Geografie-Studenten Emil Devathasan und Frederic Boelhauve regelmäßig bei Bodenuntersuchungen sowie bei der Feldforschung im Umkreis von Kattenvenne antreffen.

Der Grund: Derzeit sitzen beide an ihren Bachelorarbeiten zu den sich ergänzenden Themen über „Die Vorkommen von Raseneisenerz in Nordwestdeutschland“ beziehungsweise über „Die Historie der Eisenerzverhüttung in Nordwestdeutschland“, mit jeweils regionalem Bezug auf das Gebiet Lienen-Kattenvenne und auf das Hüttenwerk Georgsmarienhütte . Angeleitet werden sie dabei von der ortsansässigen Professorin Gabriele Broll , Leiterin des Instituts für Geografie an der Universität Osnabrück und Präsidentin des Bundesverbandes Boden.

Bisher machten die Studenten Devathasan und Boelhauve bereits ehemalige Abbaugebiete und Restvorkommen von Raseneisenerz in der unmittelbaren Nähe der Höfe Kruse, Schowe sowie Jasper-Sandow ausfindig.

Um weiterhin erfolgreich zu forschen und um weitere Standorte zu lokalisieren, hoffen sie auf die Unterstützung der Kattenvenner.

Wer über Informationen zum Thema Raseneisenerz in Kattenvenne verfügt, die zur Erfassung weiterer Standorte, an denen es abgebaut worden ist, beitragen können, sollte sich mit Frederic Boelhauve in Verbindung setzen ( ✆ 05 41/ 67 34 0198, E-Mail fboelhauve@uni-osnabrueck.de).

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