Unternehmer-Frühstück hat sich zum festen Treff entwickelt
Kalk, Wasser und Gespräche

Lienen-Kattenvenne -

Angefangen hat es vor rund sechs Jahren mit mageren drei Gästen. Jedenfalls ist diese Zahl Dr. Martin Hellwig in Erinnerung geblieben vom ersten Unternehmer-Frühstück. Die Idee habe Edmund Bein im Wahlkampf gehabt. „Wir haben dann zusammengesessen und viele Tipps erhalten, was bei den Unternehmern ankommt“, blickt der Bürgermeister am Mittwochmorgen zurück.

Donnerstag, 25.06.2015, 13:06 Uhr

Volles Bühnenhaus beim Unternehmer-Frühstück im Heckentheater. Nach einem Stotterstart vor sechs Jahren ist die Veranstaltung längst fester Bestandteil im Terminkalender.
Volles Bühnenhaus beim Unternehmer-Frühstück im Heckentheater. Nach einem Stotterstart vor sechs Jahren ist die Veranstaltung längst fester Bestandteil im Terminkalender. Foto: Michael Baar

Es ist wohl nicht viel falsch gemacht worden von der Gemeinde, speziell den Wirtschaftsförderern, angesichts von bis zu 100 Teilnehmern an dieser Veranstaltung. An diesem Morgen ist das Bühnenhaus im Heckentheater voll. Ein Ort, der bewusst gewählt worden sei, „um einen neuen Reiz zu setzen“, wie Martin Hellwig erklärt. Einen Rat gibt er den Anwesenden mit auf den Weg: „Halten Sie an diesem Austausch fest.“ Beim nächsten Frühstücks-Termin wird er nicht mehr die Lienener Verwaltung leiten.

Über einen Alltagsgegenstand, der seit 1952 in Lienen abgebaut wird, informieren Detlev Wegner und Per Wasner : Kalkstein. 200 000 Kubikmeter werden von der Firma Calcis jährlich abgebaut. Die daraus entwickelten Produkte finde jeder im Alltag wieder, sagt der Geschäftsführer und nennt die Bereiche Bauindustrie, Verkehr, Landwirtschaft, Umweltschutz sowie Eisen- und Stahlindustrie .

„Jeder Mensch benötigt fünf Kilogramm Kalkstein pro Tag“, nennt Werkleiter Per Wasner eine Größenordnung, die aufhorchen lässt. Ob zur Abgasreinigung, als Futtermittelergänzung oder Bindemittel im Straßenbau – Kalkstein ist vielseitig und „Calcis hat für alle Bereiche Spezialprodukte“.

Qualitäts- und Energiemanagement sind längst Alltag am Südhang des Teutoburger Waldes. „Das Umweltmanagement ist im Aufbau“, sagt Per Wasner. Schon die aktuellen Vorgaben an das Unternehmen – rund 60 Gesetze und Auflagen „mit 384 Nebenbestimmungen“ – seien umfangreich. Mit der GGR-Brennanlage – „Wirkungsgrad über 85 Prozent, ein modernes Kraftwerk kommt auf 45 Prozent“, so Wasner – und zusätzlichen Spezialfiltern tue das Unternehmen mehr, stellt er fest. Wobei die Filter auch ökonomisch gesehen werden. „Wir wollen den Staub verkaufen“, verweist Detlev Wegner darauf, dass im Werk Lienen der Kalkstein – egal für welche Zwecke – am Ende so fein wie Mehl gemahlen werde.

Nahtlos passt sich das zweite Thema an, das Projekt „Trinx Firmenfit“, präsentiert von Markus Rutemöller vom Verein „Wasser für Menschen“.

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