Sänger und Jagdhornbläser überzeugen
Mit Eleganz und Leidenschaft

Lienen -

„Die Bude ist voll“, stellt Eckhard Sander treffend fest, als der Vorsitzende des Männergesangvereins (MGV) Lienen in die Aldruper Diele blickt. 260 Besucher kamen am Samstagabend, um dem Gemeinschaftskonzert vom MGV und den Jagdhornbläsern St. Hubertus Lienen zu lauschen.

Montag, 02.11.2015, 09:11 Uhr

Der MGV Lienen unter der Leitung von Victor Liebrecht (vorn) überzeugte beim Konzert in der Aldruper Diele. Für lautstarke Töne sorgten am Samstagabend die Jagdhornbläser St. Hubertus Lienen (kleines Bild).
Der MGV Lienen unter der Leitung von Victor Liebrecht (vorn) überzeugte beim Konzert in der Aldruper Diele. Für lautstarke Töne sorgten am Samstagabend die Jagdhornbläser St. Hubertus Lienen (kleines Bild). Foto: Jendrik Peters

„Kein schöner Land in dieser Zeit“ lautete der Titel des Konzertes. Das war gleichzeitig auch der Auftakt, mit dem der MGV unter der leidenschaftlichen Leitung von Victor Liebrecht das Konzert eröffnete und die Marschroute für einen schwungvollen Abend vorgab. Mit „Freunde, lasst uns singen“ präsentierte der 27-köpfige Männerchor ein Lied von Otto Groll, einem Münsterländer Komponisten, der zur Zeit in Dülmen wohnt. Immer wieder spickten sowohl der Chor als auch die Jagdhornbläser ihre Vorträge mit interessanten Informationen über Stücke und Instrumente.

Die Jagdhornbläser unter der Leitung von Claudia Franke starteten mit dem bekannten Hubertusgruß in den Abend, gefolgt von „Auf, auf zum fröhlichen Jagen“ von Reinhold Stief . In dem Bläserchor seien noch einige Jäger, die das Horn tatsächlich auf der Jagd einsetzen würden, so die Musikgruppe. „Die Hornsignale sind wichtig, wenn es darum geht, ob ein Jäger schießen darf.“

Einen musikalischen Besuch stattete den Gästen anschließend „ein Jäger aus Kurpfalz“ ab. Auch diese Bearbeitung stammt von Reinhold Stief. Ein Highlight war die Jäger-Sonate von Wolfgang Amadeus Mozart, die von Andreas Liebrecht solistisch am Klavier präsentiert wurde. Der Sohn des Chorleiters begleitete den MGV punktuell bei dessen Liedern.

Ein Hingucker war wohl auch der Auftakt nach der Pause, als die einzelnen Stimmen des MGV nacheinander singend auf die Bühne gingen und dabei ein Solo sangen. „Das macht einfach Spaß“, freut sich Eckhard Sander . „Wenn dann noch so viele Leute da sind, ist ein Konzert gleich viel schöner“, schließt sich ein Sänger-Kollege an.

Mit der Aldruper Diele hat sich der MGV Lienen in diesem Jahr einen ganz besonderen Ort ausgesucht, nachdem die meisten Konzerte in der Vergangenheit in Kirchen stattgefunden haben. „Wir wollten es ein wenig gemütlicher und geselliger haben“, begründet Eckhard Sander die Entscheidung. „Die Leute sollen vorher und nachher die Gelegenheit haben, zu verweilen und miteinander ins Gespräch zu kommen.“

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