Energiepolitisches Arbeitsprogramm
Nachhaltigkeit soll in die Köpfe

Lienen -

Seit dem 1. März arbeitet Kristine Hennig als Klimaschutzmanagerin in der Gemeindeverwaltung. Um Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit hat die 32-Jährige das Energiepolitische Arbeitsprogramm für den EEA-Award präsentiert.

Mittwoch, 16.03.2016, 07:03 Uhr

Als Klimaschutzmanagerin ist Kristine Hennig seit 1. März in der Gemeindeverwaltung tätig.
Als Klimaschutzmanagerin ist Kristine Hennig seit 1. März in der Gemeindeverwaltung tätig. Foto: Michael Baar

Die vom Kreis Steinfurt geförderte Netzwerkarbeit der Kommunen und die freundlichen Menschen. Kristine Hennig überlegt nicht lange bei der Frage, was sie an der Arbeit in Lienen gereizt hat. Seit dem 1. März arbeitet die 32-Jährige als Klimaschutzmanagerin im Erholungsort.

Am Montagabend hat sie ihre Premiere im Ausschuss für Umwelt, Energie und Nachhaltigkeit. Das Energiepolitische Arbeitsprogramm für den EEA-Prozess steht auf der Tagesordnung. Schnell wird deutlich, was die junge Frau unter dem Begriff Nachhaltigkeit versteht. Der Dreiklang aus Ökologie, Ökonomie und Soziales ist ihr zu wenig. Die in Bielefeld Geborene spricht von „integrierter Nachhaltigkeit“. Dazu gehören für sie neben den drei genannten Begriffen auch Gerechtigkeit, Kultur, Bildung und Partizipation.

„Möglichst viele Bürger sollen es mittragen“, beschreibt Kristine Hennig ihren Ansatz. Da wird wieder deutlich, warum die Wahl der Lienener auf die Frau mit dem Master-Abschluss Landschaftsarchitektur und Regionalentwicklung gefallen ist. „Entscheidend für uns war, dass sie alle mit ins Boot holen will“, hat Bürgermeister Arne Strietelmeier zu Beginn der Sitzung erläutert.

Wer glaubt, dass die Absolventin der Hochschule Osnabrück nach zwei Wochen in der Gemeindeverwaltung schon Prioritäten setzt, irrt sich. „Dazu bin ich noch zu frisch dabei“, lächelt sie. In dieser Woche will sie sich auf die Wege machen und „sehen, was in Lienen schon läuft“.

Im Gespräch mit den WN unterstreicht sie ihren Ansatz der Beteiligung aller beim Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit. Einsparen, Erneuerbare Energien, Mobilität, Bildung und Transfer nennt sich als Ansatzpunkte. „Eine Person in der Verwaltung kann nichts machen“, ist es ihr selbstverständlich, möglichst viele mit in die Arbeit einzubeziehen. Ob Bürger oder Unternehmen, sie habe für jede Idee ein offenes Ohr.

Das Klimaschutzkonzept ist eine gute Ausgangsbasis. Davon ist Kristine Hennig überzeugt. Wenn jetzt viele Privatpersonen und Funktionsträger auf sie zukämen, würde sie sich freuen. Einen Ansatzpunkt hat sie schon erkannt beim Thema Mobilität. Im Erholungsort will sie möglichst viel mit dem Rad oder dem Öffentlichen Personennahverkehr (ÖPNV) machen. „Da gibt es Einiges zu verbessern“, assistiert Ausschussvorsitzender Georg Kubitz.

Nicht nur Christdemokrat Fritz Ibershoff ist überzeugt, einen Ansatzpunkt zu kennen, über den die Bürger zum Mitmachen bewegt werden können: „Wenn die Leute Geld sparen können, sind sie dabei.“

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