Regierungspräsident und Landrat auf Visite
Vom Land kaum was zu erwarten

Lienen -

Die Straße „Zum Teich“ auf etlichen Metern unterspült, im Ortskern etliche Kugellampen durch Hagelschlag zerstört. Hier und da noch einige kleinere Schäden. Das Unwetter von Ende Juni war nicht nur viele Lienener Bürger einen böse Überraschung mit finanziellen Folgen. Auf satte 90 000 Euro schätzt die Verwaltung die Summe der Schäden, die die Gemeinde betreffen.

Dienstag, 06.09.2016, 17:09 Uhr

Schadensbegutachtung: Bürgermeister Arne Strietelmeier zeigte Regierungspräsident Dr. Reinhard Klenke und Landrat Dr. Klaus Effing (von rechts), was das Unwetter im Dorf angerichtet hat.
Schadensbegutachtung: Bürgermeister Arne Strietelmeier zeigte Regierungspräsident Dr. Reinhard Klenke und Landrat Dr. Klaus Effing (von rechts), was das Unwetter im Dorf angerichtet hat. Foto: Michael Schwakenberg

Für Regierungspräsident Dr. Reinhard Klenke und Landrat Dr. Klaus Effing Grund genug, am Montag bei ihrer Rundtour durch den Kreis zu den betroffenen Kommunen auch Lienen einen Besuch abzustatten. Gemeinsam mit Bürgermeister Arne Strietelmeier und weiteren Vertretern der Verwaltung unternahmen sie einen Gang durch den Ortskern , um die Schäden in Augenschein zu nehmen.

Die Gäste zeigten zwar reges Interesse und waren sehr angetan von der Gestaltung und der Idylle besonders rund um den Teich – große Hoffnung, dass aus Düsseldorf Geld kommt, ließ Klenke allerdings nicht aufkommen.

„Selbst Isselburg, das beim Hochwasser am Niederrhein im Sommer noch viel stärker betroffen war, hat nichts erhalten“, sagte Günter Glose, allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters, im Anschluss an den hohen Besuch auf Anfrage der WN. Womit klar ist: Die Verwaltung rechnet selbst nicht damit, dass vom Land großmächtig finanzielle Unterstützung kommt.

Dabei sind 90 000 Euro für eine Gemeinde wie Lienen keine Kleinigkeit, wie Glose betont. Erst recht nicht, da sich Lienen in der Haushaltssicherung befinde und somit jede zusätzliche Ausgabe irgendwie gegenfinanziert werden müsse. Eventuell könne die Summe dadurch aufgebracht werden, dass in diesem Jahr vermutlich weniger Geld als veranschlagt für neue Flüchtlinge ausgegeben werden muss.

Anzeige
http://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/4285752?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F105%2F176%2F4849576%2F4849580%2F
Nachrichten-Ticker