180 Heimatfreunde in der Aldruper Diele
Grünkohl und waidmännische Grüße

Lienen -

Winterzeit ist Grünkohlzeit. Deshalb hat der Heimatverein Lienen wieder das traditionelle Grünkohlessen für seine Mitglieder und Freunde veranstaltet. Geschmaust wurde erneut auf der Aldruper Diele. „Moos un Mettworst“, wie das deftige Gericht in Lienen und Umgebung genannt wird, kamen dabei mit weiteren reichhaltigen Beilagen auf die Tafel.

Sonntag, 19.02.2017, 16:02 Uhr

Die Jagdhornbläser St. Hubertus 
Die Jagdhornbläser St. Hubertus  Foto: Lienen Heimatverein

Zu Beginn der Veranstaltung verschafften die Jagdhornbläser St. Hubertus Lienen mit dem Signal „Aufbruch zur Jagd“ dem Vereinsvorsitzenden Friedel Stegemann die notwendige Aufmerksamkeit zur Begrüßung. Besonders freuten sich die Lienener Heimatfreunde über ihre Gäste aus Tecklenburg, Lengerich, Ostenfelde, Glane und Sentrup, die Stegemann willkommen hieß.

Anschließend setzten die Jagdhornbläser ihren Auftritt mit den Bläserstücken „Im Wald und auf der Heide“, „Waldtreiben“, „Waidmannsheil“ und dem Signal „Zum Essen“ fort.

Auf das eigentliche Grünkohlessen stimmte dann Christa Gerseker die Heimatfreunde mit einer lustigen, in plattdeutscher Sprache vorgetragenen Geschichte ein, in der es um das „Schwarzschlachten“ in der Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg vor der Einführung der D-Mark ging. Kurios: Der Kontrolleur hatte bei der Überprüfung ein Schwein mit zwei Schwänzen vorgefunden.

Ganz besonders unterhaltsam waren die zwei Auftritte des mit Spannung erwarteten Überraschungsgastes. Bei diesem handelte es sich um den Comedian und Kabarettisten Norbert Witte aus Bad Laer, der für zahlreiche Lacher bei den Teilnehmern sorgte. In der Rolle als „Weltreisender“ etwa präsentierte er die jeweiligen Länder, in denen er gerade verweilte, mit lustigen Liedern, die sämtlich auf der Melodie „Hermann Löns, die Heide brennt“ basierten. Der Aufforderung nach einer Zugabe kam Witte gerne nach.

Zwischen den Auftritten des Komikers setzten die Jagdhornbläser ihr Programm mit den Bläserstücken „Jagdfanfare“, „Festliche Fanfare“ sowie „Waidmannsdank“ fort und verabschiedeten sich mit dem „Zapfenstreich“.

Ebenfalls für Heiterkeit sorgte abschließend auch der Auftritt der zwei „Sachkundigen Bürger Emil und Gustav“, die von Hans-Dieter Welp und Friedel Stegemann verkörpert wurden. Diese spannten den Bogen ihrer kabarettistischen Überlegungen und mitunter spitzen Bemerkungen von der großen Weltpolitik bis hin zum örtlichen Kleinklein. Da blieb es nicht aus, dass sowohl der neue US-Präsident Donald Trump als auch die Lienener Gemeindeverwaltung und Lokalpolitik ihr Fett weg bekamen – natürlich immer mit einem Augenzwinkern.

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